Andreas ist Volontär bei Hitradio RTL. Er erzählt Schekker aus seinem Alltag und was ihn ganz besonders am Radio fasziniert.
Etwas mit der Stimme zu machen hat mich schon immer begeistert. Das Tolle am Radio ist, dass man mit der Stimme Gefühle und Bilder beim Hörer erzeugen kann. Das erste Mal habe ich während meines Studiums beim Radio gearbeitet. Dort gab es einen Studentensender, bei dem ich erste Erfahrungen gesammelt habe. Nach dem Studium habe ich dann noch verschiedene Schulungen und Praktika gemacht und zur Zeit mache ich mein Volontariat bei Hitradio RTL. Ein Volontariat ist wie eine Ausbildung: In der Theorie lernt man zum Beispiel, wie man eine Nachricht schreibt, und im praktischen Teil macht man dann kleinere Reportagen oder auch mal den Verkehrsfunk. Toll an meinem Volo ist, dass es bei RTL Radio Deutschland Fortbildungen und einen regelmäßigen Austausch von Volontären gibt. Da lernt man auch nochmal eine Menge.
Natürlich habe ich mir auch die anderen Medien angeschaut. In meiner Schulzeit war ich bei der Schülerzeitung, und einen kurzen Film habe ich auch schon gedreht. Aber das Radio begeistert mich einfach am meisten, schon weil es neben dem Internet das schnellste Medium ist.
Ein acht Stunden Bürojob? Niemals!
Ich denke, für das Radio muss man im positiven Sinne verrückt sein und die Arbeit lieben. Denn es kann schon mal vorkommen, dass man nachts um vier Uhr einen Anruf bekommt und irgendwo hinfahren muss, weil es zum Beispiel gerade brennt. Als Reporter ist man immer direkt vor Ort und immer auf Achse. Dieses ständige Unterwegssein gefällt mir. Ich könnte nicht von 8 bis 16 Uhr im Büro sitzen, ich brauche die Action, die der Job mir bietet. Der Nachteil daran ist jedoch, dass die Freunde zurückstecken müssen und man nicht so viel Zeit fürs Privatleben hat. Trotzdem finde ich: Radio ist der geilste Job der Welt.
Natürlich haben wir auch einen Alltag. Der Redaktionsdienst beginnt um 9 Uhr. Dann checke ich erst mal die Tageszeitungen, die im besten Fall das schreiben, was man am Vortag schon berichtet hat. Dann um 9.30 Uhr folgt die erste Redaktionskonferenz, in der die Themen und Interviews für den Tag besprochen werden. Nach den Interviews oder anderen Recherchen finden dann ab ca. 11 Uhr Pressekonferenzen statt, zu denen ich manchmal geschickt werde. So zum Beispiel als Barack Obama in Dresden war und im Schloss zusammen mit Frau Merkel eine Pressekonferenz gab. Um 14 Uhr findet dann die zweite Redaktionskonferenz statt. In der wird besprochen, was am nächsten Tag gesendet werden soll. Solche Sachen bereite ich dann schon vor oder ich mache noch ein paar Interviews. Mitunter werde ich nach draußen geschickt, um eine Reportage zu machen oder, oder, oder…



Neuen Kommentar schreiben