In den Niederlanden, Luxemburg, der Schweiz und Belgien ist Sterbehilfe in unterschiedlichem Ausmaß legal erlaubt. Sollte das auch für Deutschland gelten? Olivia und Philipp sind sich da uneins.

Pro: Olivia

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – so steht es unveränderbar im Art.1 Abs.1 des Grundgesetzes. Das Recht auf Leben ist ein Teil dieser Würde. Das Recht auf Selbstbestimmung aber auch. Was geschieht nun also mit Menschen, die aufgrund einer unheilbaren Krankheit sterben wollen? Selbstmord ist nicht strafbar. Zu einem würdevollen Sterbeprozess gehören meiner Meinung nach aber auch die Betreuung durch Ärzte und die Gewährleistung der Schmerzfreiheit. Dazu kann auch Sterbehilfe gehören.

Es gibt keinen Paragraphen, der die Sterbehilfe eindeutig regelt. So wird die aktive Tötung – die schwerste Form der Sterbehilfe – je nach Sachlage entweder als „Tötung auf Verlangen“ mit einem Freiheitsentzug zwischen sechs Monaten und fünf Jahren, oder als „Totschlag“ mit einem Freiheitsentzug von mindestens fünf Jahren bestraft.

2008 ging der Fall einer 52-jährigen Französin um die Welt, die sich einen würdevollen Tod wünschte. Chantal Sébire litt zwölf Jahre lang an einem seltenen Krebs, der ihr Gesicht entstellte, ihr Augenlicht und den Geruchssinn nahm. Medikamente konnten ihre Schmerzen nicht lindern, Chemotherapien schlugen nicht an. Chantal Sébire wollte betreut sterben – und durfte es nicht. Ihr Antrag auf aktive Sterbehilfe wurde abgelehnt.

Ein Hauptargument gegen die Sterbehilfe ist der Eid des Hippokrates. Nach diesem darf einem Kranken nicht geschadet werden. Das bedeutet, er muss am Leben erhalten werden – oder? Ärzte müssen ihren Patienten in erster Linie helfen. Wenn Medikamente wirkungslos sind und ein unheilbar kranker Mensch sterben möchte, dann muss es erlaubt sein, ihn von seinem Leid zu erlösen.

Fakt ist, dass jeder Mensch, der sterben will, früher oder später auch einen Weg in den Tod findet. So wie Chantal Sébire. Sie starb am 19. März 2008, nur drei Tage nachdem ihr Antrag auf aktive Sterbehilfe abgelehnt wurde, an einer Überdosis Schlaftabletten. Ihr Wunsch, würdevoll und betreut zu sterben, ging nicht in Erfüllung – sie musste ihre letzten Stunden allein in ihrer Wohnung verbringen und darauf hoffen, dass ihr lebloser Körper gefunden wird.

Contra: Philipp

Befürworter der Sterbehilfe plädieren dafür, schwerkranken und anscheinend unheilbaren Menschen zu ermöglichen, ihrem Leben unter ärztlicher Aufsicht ein Ende setzen zu können.

In besonders schweren Fällen mag diese Forderung berechtigt erscheinen. Aber wie wird beispielsweise mit einem Koma-Patienten umgegangen, der nicht mehr selbst darüber entscheiden kann, ob er leben oder sterben will? Wie soll ein Arzt dann objektiv beurteilen, wann das Leid zu groß geworden ist? Die Entscheidung zwischen Leben und Tod läge in seinen Händen. Damit verstößt der Arzt nicht nur gegen den abgelegten Eid, Leben um jeden Preis zu retten. Der psychische Druck, der auf den Ärzten lasten würde, wäre unzumutbar.

Auch Ärzte sind nicht unfehlbar. Gerade bei der Sterbehilfe wären Fehler aber fatal, die das Leid des Patienten verschlimmern anstatt lindern würden. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass mit der Weiterentwicklung von Medikamenten in Zukunft womöglich Patienten geholfen werden kann, deren Krankheit bis dahin als unheilbar galt.

Schon jetzt taucht hin und wieder die Forderung auf, dass alte Menschen nicht dieselbe medizinische Versorgung erhalten sollen wie junge. Noch wird nur von Einzelnen ins Gespräch gebracht, Senioren aus Kostengründen beispielsweise Hüftoperationen nicht mehr zu bezahlen. Die Erlaubnis, Sterbehilfe zuzulassen, könnte der erste aber entscheidende Schritt sein, radikalere Positionen gesellschaftsfähig zu machen.

Eine weitere Konsequenz könnte sein, dass alte Menschen sich auf Dauer auch dazu genötigt sehen, aktive Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen, um den Angehörigen und der Gesellschaft nicht länger „auf der Tasche zu liegen“.

Es gibt darüber hinaus auch viele religiöse Argumente, die gegen Sterbehilfe sprechen. So gibt es keine Weltreligion, welche die Tötung Sterbender befürwortet. Sterben ist ein natürlicher Vorgang und gehört zum Leben dazu.

Ein Sterben in Würde ist jedem Menschen zu wünschen – das ist aber auch ohne Sterbehilfe möglich.

Kommentare

Zum Contra nur ein Kommentar von mir: Weswegen denn einen Koma-Patienten als Beispiel nehmen? Wieso überhaupt dagegenstimmen? Schon mal was von Patientenverfügung gehört? Dort wird so etwas behandelt, falls keine vorhanden ist, behandelt man den Fall eben so als gäbe es die Euthanasie nicht.
Ich kann eure Argumente leider nicht nachvollziehen.
Aber wieso denn das bloß nicht? 😮
weil das ethisch nicht vertretbar ist!
Das war ein Schlag mitten in mein Herz 🙁
in meins auch 🙁
weil man niemand freiwillig töten will oder du etwa
wir tragen unbewußt mehr oder weniger zum töten bei indem wir unsere überschüssige nahrung lieber wegwerfen als hungernden menschen zu geben und trauern dann noch weil diese menschen dann verhungert sind und dann gehen wir noch in die kirche zum beichten und dann dürfen wir wieder, frei von sünden, flott weiter leben geil oder
Dann flieg mal schön jeden Tag nach Afrika und geb ihnen deinen Müll? Nein, wenn du helfen willst spende, deine Essensreste helfen niemandem weiter.
Das ist jetzt nicht sehr hilfreich.
Wenn wir schon beim Thema sind: Das Einzige, was diesen Menschen wohl dauerhaft hilft, ist nicht das Geld, was meistens sowieso nicht dort ankommt wo es hin soll, sondern viel mehr, das man ihnen die Möglichkleiten gibt sich selber zu helfen. Ich wette, mit einem Ziegenbock und einer Ziege, ist einem Dorf mit hungernden Kindern mehr geholfen, als mit 1000 Dollar, die nach einem halben Jahr sowieso wieder aufgebraucht sind. Zum Thema Sterbehilfe: Ich vertrete keine eindeutige Meinung gegenüber der Euthanasie, aber ich finde es etwas suspekt, dass als Beispiel ein Koma-Patient genommen wird. So wie ich es verstehe, bitten wache Menschen um den Tod, und keiner, der im Koma liegt. Zudem, wenn man den Gedanken weiterspinnt, wenn ein Arzt sich jetzt "gezwungen" sehen würde, über Leben und Tod zu entscheiden, würde er den Hippokratischen Eid auch missachten müssen, und nach eigenem Ermessen handeln. Auf jeden Fall fände ich es falsch, über den Kopf des Patienten hinweg zu entscheiden.
wieso darf der mensch über das leben von kranken tieren entscheiden, die werden eingeschläfert ob sie wollen oder nicht, die fragt auch keiner. ich als mensch möchte gern friedlich einschlaffen und ich stehe damit alleine da, da ist keiner der mir hilft. sind wir menschen weniger wert als ein tier? jetzt setze ich noch eiinen drauf ein soldar aber darf entschein wer leben darf oder nicht. aber ich selber darf es, für mich nicht entscheiden
Ich finde das Beispiel mit dem Soldaten unangebracht. Die Situationen in denen diese Menschen sich befinden sind extrem und bevor sie überhaupt selbst die entscheidung treffen könnten ob sie leben lassen oder töten greifen meist schon Instinkte oder Notwehr. Außerdem… Jeder der sterben will – findet den Weg in den Tod. (wie auch im Text genannt) es geht darum einen würdevollen Tod – sich keine Waffe kaufen zu müssen, sich nicht erhängen zu müssen und auch keine Tabletten illegal beschaffen zu müssen, sondern mit seinen Liebe letze Tage verbringen und dann ohne Schmerzen zu sterben. Darum geht es und ich denke dass allein der Eid der Ärtze daran hindert und die Tatsache dass Verfügung über andere Menschen ein kritisches Thema ist-
Der Eid der Ärtzte besgt doch alles dafür zu tun um dem Patienten zu helfen, wenn man ihm doch aber physisch nicht mehr helfen kann und seine Lage nicht verbessern kann, sollte man ihm doch wenigstens psychisch helfen und seinem Leid ein Ende setzten. Somit hilft man ihm doch auch, dass leiden zu lindern. Egal wie es endet..
ich finde ihre antwort gut.. habe zwei schwerst kranke frauen gepflegr, darunter meine mutter mit leukämie, die sagte mal zu mir klaus hilf mir bitte, diese vier worte machten mich fertig, die zweite person hatte chorea huntingten, magensonde und alles was dazu gehört es gibt in manchen ländern menschen die ein kind nachdem andern in die welt setzen obwohl sie wissen daß jedes kind das sie in die welt setzen verhungern wird was ist das dann für mich ist das mord. ich halte nichts von lebensverlängernden maßnahmen, das heißt für mich leiden verlängern. wer davon profitiert und daran verdient das sind doch die ärzte. wenn ich erfahre daß ich unheilbar krank bin und sterben werde dann mache ich vorher schluß. ich werde da auch keinen arsch fragen. ich will in würde sterben. wenn ich das leiden von einem schwerst krankem menschen verlängere dann bin ich ein guter mensch oder was.wenn du viel geld hinterläßt bist du ganz schnell vergessen. wenn du nicht vergessen werden willst dann hinterlasse nichts und lass deine beerdigung deine familie zahlen das werden sie nie vergessen und sie werden dich immer in erinnerung behalten.bin sehr katholisch erzogen worden, bin aber ausgetreten. bin auf die welt gekommen und hatte schon die erste sünde, hab noch gar nichts gemacht. was soll der das. jetzt zur weihnachtszeit mit der nächstenliebe, da gibt dann ein paar obdachlosen an heilig abend was zu essen und dann jagt man sie wieder in die kälte hinaus weil jeder angst hat so ein mensch könnte bazillen in die wohnung tragen oder was. das sit dann menschlich oder was.wir sollten uns mal alle an der nase packen. ich will auf gar keinen fall lebensverlängernde maßnahmen und werde auf keinen fall organe spenden und will auch keine. mir ist es wurscht ob ich mit 65 oder mit 66 sterbe. wichtig ist für mich die lebensqualität in fünfzig jahren wird nach euch und auch nicht nach mir ein hahn krähen. hört mir mit der religion auf, bis jetzt hat mir noch kein jesus geholfen, war immer gerade in urlaub oder so.früher hat man selbstmörder außerhalb der friedhofmauer begraben, tolle religion, tolle menschen.lieber in würde sterben als elendig und wund gelegen im heim sterben. das sit dann würdevoll. es geht auch da nur ums geld. wenn ich mal tot bin, karton rein verbrennen, knochen zermahlen und als düngemittel verstreuen . ewas der einzelne der dies liest von mir denkt ist mir egal ich weiß was ich will. gerade bringen sie im fernsehen daß alle 8 minuten ein kind verhungert obwohl genugend nahrung auf der welt da wäre soll man sich mal darum kümmern und dazu sind wir menschen zu blöd. hauptsache wir bilden uns ein wie intelligent wir doch alle sind. tschüs Der Beitrag wurde von der Redaktion auf Grund von Nichteinhaltung der Regeln verändert.
Lern erst mal Deutsch, Klaus!!!
Wunderbarer Kommentar!
Versuch doch mal ein Tier zu fragen was es denn möchte. Wir Menschen können nur allein von den Handlungen eines Tieres davon ausgehen was es gerne möchte – wir selbst jedoch können unseren Mund verwenden um damit zu kommunizieren. Und es hindert dich ja keiner daran friedlich einzuschlafen. Und wenn du es unbeingt möchtest hast du doch besimmt auch schon von dem Suizidtourismus in die Schweiz gehört. Warum sollen wir Menschen weniger wert sein wie ein Tier – klar du kannst dich selbst unter die Tiere stellen und deine vorhandenen Recht nicht in Anspruch aber das ist doch einfach nur doof. Wenn du dich mal ein wenig mit der Rechtslage befassen würdest und vergleichen würdest was für Rechte du als Mensch hast und diese dann mit § 90 a BGB vergleicht der für ein Tier gilt, würde ich behaupten dass wir nicht weniger Wert sind als ein Tier! Zu deinem letzten Satz möchte ich erst gar nichts sagen weil dass einfach nur reine Dummheit ist was du da von dir gibst.
Es hindert einen niemand daran, friedlich einzuschlafen?! Ich könnte dir fünf prominente Fälle in den letzten zehn Jahren nennen… Und dann noch die Dunkelziffer, die "anderen", von denen man nie hört…
Mich würde interessieren was der Contra-Kandidat für religiöse Argumente meint??? Mir erscheint das ein wenig "schwammig", denn es gab sehr wohl auch Redner und Vordenker der kath. Sichtweisen, wie z.b. Thomas von Aquin. Er entwarf die These des freien Willens und gelangte geradezu zu einem ethischen Vernunftoptimismus. Der einzelne Mensch sei von Natur aus zu einem freien verantwortlichen Vernunftgebrauch in der Lage. Mit seiner endlichen Vernunft habe der Mensch, der Gottes Ebenbild sei, Anteil an der Vorsehungsvernunft Gottes. Thomas von Aquin und die katholische Theologie beriefen sich hierzu oft auf einen alten jüdischen Text, dem zufolge Gott den Menschen "in der Hand seines eigenen Entschlusses lassen wollte". So gesehen hat Gott selbst dem Menschen die gleichsam "natürliche" Gabe verliehen, aus freier Wahl und Verantwortung heraus auch über sich selbst entscheiden zu können. Katholische Theologen der Gegenwart, darunter Hans Küng, haben dies aufgegriffen und für Grenzfälle sogar den Wunsch nach aktiver Sterbehilfe für ethisch vertretbar erklärt. Wie dem auch sei….das wichtigste finde ich ist, wie bereits auf der pro Seite erwähnt…„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – so steht es unveränderbar im Art.1 Abs.1 des Grundgesetzes. Das Recht auf Leben ist ein Teil dieser Würde. Das Recht auf Selbstbestimmung auch.
Ich bin auch für eine Sterbehilfe! Menschen sollten so sterben wie sie wollen und nicht so wie der Tod es will. Wenn man nur noch Schmerzen hat und kein Spaß mehr am Leben hat sollte man sterben also nur wenn man es will. LG Otto
Sterbehilfe könnte sehr hilflich sein. Ich vertrete die Meinung von meinem guten reund Otto Fritz
Leute wollt ihr mir bei meiner Hausarbeit über das Thema helfen?
nein
doch
NEIN NEIN NEIN
Es tut mir leid, ich wollte deine Menschenwürde natürlich nicht verletzen.
Ich bin auch für die Sterbehilfe, da es immer heißt man ist für sich selbst verantwortlich, aber wenn es um das eigene Leiden geht, darf man nicht für sich entscheiden?
Mal schauen
Irgendwie finde ich das manche pro Argumente eher für contra sind. ?? wie findet ihr es?
einem Menschen gegen seinen Willen am Leben zu halten (bei unheilbarer Krankheit o.Ä.), ist nicht seiner Würde entsprechend, da er seinen Willen nicht frei ausleben kann und ihm dieses ungewollte Leben aufgezwungen wird.
doch
wenn man sich schon nich aussuchen durfte dass man lebt sollte man wenisgtens entscheiden wann man sterben will
laut der dignitas darf ich das nur wenn ich körperlich sehr krank bin 😮 zory ge
Das letzte Kontraargument ist ja mal sowas von Quatsch! Eben wenn die würde nicht da, wird sie ja angewendet!
Wer entscheidet dass dann?
es gibt ja auch noch die palliativmedizin. in dieser art von medizin könne die patienten angst,schmerzen und atemnot hinter sich lassen. ein sanftes ableben wird möglich. der sinn der palliativmedizin ist es die letze zeit eines schwerkranken menschens so gut zu gestalten wie es ebend geht. es ist kein abbruc der heilung! es wird das neue ziel gesetzt nur noch so viel medikamente und zb chemo dem patienten zu gewährleisten das es kein kampf mehr ums überleben sondern ums ableben bzw abschiednehmen ist.prof. firedmann nauck : ,,hilfe beim sterben,nicht zum sterben´´
Und was macht man mit einem Chorea Huntington Patienten??? Der muss bei klarem Verstand zusehen wie er elendig vor die Hunde geht. Ich finde, man sollten diesen Patienten die Möglichkeit geben, dem Elend ein Ende zu machen und selbst zu entscheiden ob sie so weiterleben möchten oder nicht. Ich weiß, dass meine Mutter nicht so weiterleben möchte. Und nicht nur sie geht elendig vor die Hunde, sondern die Angehörigen, die nicht helfen und nichts tun können, auch. Was ist das denn noch für ein Leben???
ich ich finde die pro und contra Argumente super geschriebe, da ich selber gerade in der Schule gerade mit diesem Thema konfrontiert werde und sie für einen Bericht brauche. Weiterhin muss ich hinzufügen, dass ich für sterbehilfe bin, obwohl es sehr überzeugende pro argumente gibt. Aber jeder Mensch sollte sich doch aussuchen können, wie er sterben möchte.
Der Mensch tut unrecht an sich selbst und an den Schöpfungsgesetzen und Schöpfungsgeboten, wenn er sein Leben wegwirft, sich den Tod herbeiwünscht oder sich durch aktive Sterbehilfe aus dem Leben katapultieren lässt. Aktive Sterbehilfe ist mitnichten ein Akt der Nächstenliebe, sondern blanker Mord bzw. Beihilfe zum Selbstmord, sofern sie durch eine dritte Person durchgeführt wird. Das Leben dient dem Zweck der Bewusstseins- und Geistesevolution des Menschen und muss unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten in Natürlichkeit bis zum letzten Atemzug gelebt werden. Der Tod ist nicht das Ende aller Existenz, sondern ein notwendiger Schritt zur Verarbeitung des abgeschlossenen Lebens, damit nachfolgend ein neues Leben keimen, wachsen, gedeihen und erblühen kann. In der Natur geht nichts verloren, denn alles scheinbar Tote wandelt sich nur und nimmt neue Formen und Gestalten an. Dadurch erhält alles im Leben durch den Tod eine weiterführende Bedeutung. So ist auch der Sterbevorgang ein eminent wichtiges Erlebnis für den Menschen, das ihm nicht gewaltsam und unlogisch (auch nicht durch das Ausüben der Todesstrafe) entrissen werden und dem er sich nicht durch eine Flucht vor dem Leben entziehen darf. Durch Selbstmord und aktive Sterbehilfe bringt sich der Mensch selbst um ein unersetzliches Erfahrens- und Wissensgut über die Natur des Sterbens und des Todes. Dieses Wissen steht der Folgepersönlichkeit der Geistformlinie im tiefen Inneren als empfindungsmässige Ahnung zur Verfügung und verleiht ihr ein intuitives Wissen über die Gerechtigkeit und unumstössliche Logik der Gesetze des Lebens. Die Schöpfungsgesetze sehen es vor, dass das Leben eines Menschen – genau wie das Dasein aller anderen Lebewesen – längsmöglich geführt und erhalten werden soll, damit er während seines Lebens möglichst viele Werte an Wissen, Weisheit und Liebe sammeln kann. Der Mensch soll alle seine individuellen Erfahrungen durch Verstand und Vernunft richtig auswerten und in positive Werte umwandeln, von denen er evolutiv profitiert. Auch die tiefste Trauer gibt dem einzelnen Menschen kein Recht, sich selbst zu töten, sich durch Sterbehelfe umbringen zu lassen, oder sogar – aus Hass oder Rachegelüsten heraus – einen fehlbar gewordenen Menschen durch die Vollstreckung der Todesstrafe zu ermorden. Durch Mord, Selbstmord und Todesstrafe wird einem Menschen brutal und naturwidrig die Möglichkeit genommen, seine Fehler einzusehen, aus ihnen zu lernen und sie wiedergutzumachen. Durch alle Arten von Mord wird der natürliche Fortgang des Lebens und des evolutiven Lernens mit brutaler Gewalt beendet. Alles im Leben – auch das Fehlerbegehen – dient letztendlich der Evolution des Bewusstseins, die sich jeder Mensch selbst erarbeiten muss und wodurch er zur Gesamtevolution der Schöpfung beiträgt.
Vielen Dank für die Auflistung der fanatisch religiösen Contraseite zum Thema Sterbehilfe
War sehr amüsant hier die Kommentare zu lesen. Habe ja sonst nichts besseres zu tun, haha. Und Klaus… LERN DEUTSCH!
Biasam das finde ich auch und das mit dem essen wegschmeißen finde ich auch komisch 🙂 LOL
Ne, haha Das ist das beste Argument hier!
Und was ist mit "herkömmlichen" Selbstmördern? Die machen doch das gleiche… Wieso hört man davon nichts? Das ist im Gesetz (wie bespielsweise Drogenkonsum) als "eigenverantwortliche Selbstschädigung" geregelt. Traurig, dass es überall diese Doppelstandards gibt.