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Pro: Franz Unsere Erde steht vor einem großen Problem: dem Klimawandel. Während an vielen Orten der Welt Überschwemmungen immens zunehmen, leiden anderswo Menschen unter Dürren und damit verbundenen Hungerperioden. Viele öffentliche Akteure haben in Sachen Klimawandel einen Schuldigen gefunden – die Globalisierung. Zweifellos hat die Globalisierung zu einem weltweit sprunghaftem Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch geführt. Dass deshalb die Globalisierung in ihrer heutigen Form bekämpft werden müsse, ist dagegen eine fatale Vorstellung. Denn zu ihr gehören nicht nur internationale wirtschaftliche Verflechtungen, sondern vor allem auch politische und kulturelle Zusammenarbeit. In Fernsehen und Zeitung erfahren wir Neuigkeiten aus der gesamten Welt, internationale Organisationen wie UNO und EU haben sich gebildet, Reisen ist unkompliziert wie nie zuvor. Staatsgrenzen sind längst keine Hindernisse mehr für Gespräche und Zusammenarbeit – das beginnt bereits mit dem Schüleraustausch in der Schule. Der Klimawandel und die weltweite Umweltzerstörung ließen sich nur international lösen, hört man immer wieder im Vorfeld der zahlreichen Weltklimakonferenzen. Dieser Aussage ist im Grunde nichts hinzuzufügen – denn ein einzelnes Land wird diese globale Katastrophe nicht verhindern können. Es gilt, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Doch dazu ist weltweite Kommunikation und Zusammenarbeit notwendig, die dank der Globalisierung auf der Tagesordnung stehen. Nicht zu vergessen ist außerdem, dass erst die Globalisierung und das damit verbundene „Über-den-Tellerrand-hinausschauen“ dazu geführt haben, dass wir uns der schier unaufhaltsamen Umweltzerstörung bewusster werden. Gerade durch diese Informationen ist jeder Einzelne in die Pflicht genommen, unsere Umwelt zu achten und zu schützen. Die Entwicklungen der letzten zwei Jahrhunderte lassen sich ohnehin nicht zurückdrehen – der Klimawandel ist angebrochen. Was wir in meinen Augen jetzt brauchen sind internationale Lösungen; – und die scheinen erreichbar – dank Globalisierung. |
Contra: Benjamin Seit dem letzten Jahrhundert gibt es eine radikale Senkung der Transport- und Reisekosten. Für immer weniger Geld und vor allem immer schneller können Menschen und Güter durch die Welt reisen. Deshalb ist es mitunter günstiger, einzelne Fertigungsstätten quer über den Globus zu verteilen, anstatt die grundlegenden Produktionsschritte an einem Ort durchzuführen. So haben Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände, die bei uns in den Regalen stehen, oft schon eine halbe Weltreise hinter sich. Dass dieser zusätzliche CO2-Ausstoß für die Umwelt nicht gerade dienlich ist, liegt auf der Hand. Ein kleines Beispiel: Wenn eine Jeans bei uns in den Geschäften liegt, war sie schon mal bis zu 50.000 Kilometer unterwegs. Die Baumwolle kommt beispielsweise aus Kasachstan, der Jeansstoff wird in Taiwan gewebt, in Tunesien wird er gefärbt und in China wird das Produkt zusammengenäht. Aber auch Produkte, die es genauso gut in der Region gibt, werden aus Übersee importiert, weil dort die Produktion einfach billiger ist. Dies rentiert sich, da die Versandkosten nur einen Bruchteil des Kaufpreises ausmachen. Aber es ist doch ziemlich verrückt, dass man für Tomaten, die nur eine kurze Strecke zurückgelegt haben, mehr zahlen muss, als für tausende Kilometer gereistes Gemüse! Wie können also Globalisierung und der Schutz unserer Umwelt zusammenpassen? In meinen Augen überhaupt nicht! Ein Aspekt der Globalisierung ist es zwar, dass Staaten ihr Handeln globaler ausrichten und weltweite Klimaschutzbündnisse geschlossen werden. Diese sind jedoch oftmals nicht verpflichtend und die auf Klimakonferenzen gesteckten Ziele werden rückblickend meist nicht erfüllt. Dies geht so weit, dass der wirtschaftliche Fortschritt eines Landes umso größer ist, je weniger der Umweltschutz in den jeweiligen Ländern Thema ist. Viele große Firmen verlagern ihre gesamte Produktion zum Beispiel nach China, weil sie hier keine „lästigen“ Umweltstandards, wie den maximalen CO2-Ausstoß, einhalten müssen. Meiner Meinung nach hat erst die Globalisierung dies möglich gemacht. |



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