Schuhe der ost- und westdeutschen Staffelkonkurrenten 1972. © Foto: HdG, Punctum/Kober

Schekker-Autorin Marie war zur Wiedervereinigung zu jung, um viel davon mitzubekommen – wie die meisten Schekker-User. Marie hat herausgefunden, wie man sie trotzdem erleben kann – im Internet, bei Wettbewerben, Veranstaltungen oder Ausstellungen.

Wir gegen uns

Wir gegen uns – so lautet der Titel einer Ausstellung, die momentan in Bonn im Haus der deutschen Geschichte zu sehen ist. Wie erlebten Menschen in Ost und West die großen Sporterlebnisse, bei denen Deutschland gegen Deutschland antrat? Wie wurde Sport in den beiden Ländern aufgenommen? Wie groß war die Konkurrenz? Wie kann Sport politisch sein? Diesen Fragen möchte die Ausstellung auf den Grund gehen. Der Eintritt ist kostenlos.

Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag, 9.00-19.00 Uhr
Adresse: Haus der Geschichte, Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn
Telefon: (02 28) 91 65-0
Eintritt: frei

Bilder im Kopf

Die Wanderausstellung „Bilder im Kopf“ stellt historisch interessante Bilder aus. Solche, die sich in unser Gedächtnis eingebrannt haben. Zwar ist die Ausstellung nicht ausschließlich auf die DDR und die Wiedervereinigung bezogen, sondern auf Bilder des 20. und 21. Jahrhunderts. Dennoch sind Bilder dabei, wie das des Mauerspringers, der in letzter Minute über die Grenze sprang. Zu jedem Bild findet man den historischen Kontext und die Bedeutung bestimmter Körperhaltungen im Wandel der Zeit.

Gerade ist die Ausstellung leider nicht unterwegs. Aber hier findet ihr immer die aktuellen Stationen der Wanderausstellung.

Der Mauerfall – deine Geschichte?


„Was hat der Mauerfall mit mir zu tun? Das ist doch gar nicht meine Vergangenheit“, mögen viele denken. www.deinegeschichte.de ist speziell für Jugendliche konzipiert. Das Ziel ist vor allem eines – mitmachen! Ob bei einem der ausgeschriebenen Wettbewerbe, im Wiki oder mit einem Artikel über euren Geschichtsunterricht, Jugendliche sind dazu aufgerufen mitzugestalten. Die DDR ist vielleicht nicht eure unmittelbare Geschichte, aber noch heute ist die ehemalige Teilung präsent. Findet heraus, was euer Leben mit der deutsch-deutschen Vergangenheit zu tun hat.

Einheitspreis


Der Einheitspreis wird jährlich für Projekte vergeben, die sich mit dem Zusammenwachsen von Ost und West beschäftigen. Der Wettbewerb richtet sich nicht nur an Jugendliche, auch Erwachsene dürfen teilnehmen. Bis Oktober sammelt die Jury Vorschläge auf ihrer Homepage. Der Preis wird in drei Kategorien vergeben. Für Schekker-Leser dürfte vor allem die Kategorie Jugend interessant sein.

Haus der deutschen Geschichte Bonn


Das Haus der deutschen Geschichte in Bonn hat eine Dauerausstellung zu „unserer“ Geschichte. Los geht es mit den Trümmerfrauen nach dem 2. Weltkrieg. Mit der Teilung Deutschlands teilt sich auch die Ausstellung. Die DDR und die BRD sind getrennt „begehbar“. Nach der Wiedervereinigung geht es im Gebäude dann weiter auf einem gemeinsamen Weg der Demokratie bis zur Gegenwart. Momentan gibt es auch eine Ausstellung zu Sport in BRD und DDR im Haus der Geschichte.

Öffnungszeiten: Di – So | 9:00-19:00 Uhr
Adresse: Haus der Geschichte, Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn
Preise: Eintritt frei


Jugendliche gegen das System


„Was passiert, wenn du nicht zulässt, dass andere über dich entscheiden?“ Mit dieser Frage beginnt der Trailer zur Website Jugendopposition.de. Was konnte man als Jugendlicher tun, wenn man sich gegen das SED-System entschied? Was passierte mit jungen Menschen, die sich nicht vorschreiben lassen wollten, was sie denken? Auf dieser Seite gibt es sowohl Zeitzeugenberichte als auch Fakten. Jugendopposition.de ist für Jugendliche entwickelt worden und langweilt daher nicht mit trockenen Texten aus dem Geschichtsbuch.

Olle DDR?


Olle DDR, das ist der Titel einer Ausstellung in Apolda, in der Nähe von Weimar. Die Ausstellung hat über 12.000 Exponate aus dem Alltag der DDR gesammelt und thematisch geordnet. Die Internetseite verspricht, den Besucher in den Räumen einer ehemaligen Baracke in das Leben eines DDR-Bürgers eintauchen zu lassen.

Öffnungszeiten: April bis Okt. Dienstag – Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr, Nov. bis März 10:00 bis 17:00 Uhr
Adresse: Freie Museumsbaracke “Olle DDR”, Bahnhofstraße 42, 99510 Apolda
Eintritt: Schüler 1,50 € Erwachsene 2,00 €


So sah der Osten aus


Wie sah es eigentlich aus im Osten? Was haben die Menschen dort in den Jahren vor der Wende erlebt? Was hielten sie für so wichtig, dass sie es für immer festhalten wollten? www.wir-waren-so-frei.de ist eine Plattform, auf der ehemalige DDR-Bürger ihre Videos und Bilder aus der Zeit vor dem Mauerfall ausstellen. Die wenigsten Bilder sind gestellt, hauptsächlich lassen sich Schnappschüsse finden. Besonders spannend: Zu jedem Bild gibt es die Entstehungsgeschichte zum Nachlesen.

Warum, wann und wie?


Das Internetangebot www.chronik-der-Mauer.de erzählt die Geschichte vom Bau bis zum Fall der Mauer nach Jahren geordnet. Zusätzlich bietet die Hauptseite einen historischen Rückblick zum aktuellen Monat. Ein besonderes Highlight ist die große Materialsammlung. Neben Literatur- und Filmvorschlägen gibt es original Audiodateien aus Radiosendungen in West und Ost zum Thema DDR. Spannend sind vor allem die Berichte aus dem Jahr des Mauerfalls. Das Material beeindruckt sicher auch in jedem Referat.

Was passierte vor und nach der DDR?


Diese Frage beantwortet euch www.deutschegeschichten.de. Die Site bietet einen Rundumschlag durch die deutsche Geschichte, natürlich darf da die Wiedervereinigung nicht fehlen. Wie es dazu kam, wer entscheidend mitgewirkt hat und wie es dem frisch vereinigten Deutschland erging, lässt sich auf dieser Seite nachlesen.

Wende-Zeiten


Das Wortspiel im Namen Wende-Zeiten macht deutlich, was auf der Internetseite zu finden ist – nämlich DDR-Fernsehen. Unter „Videos“ lassen sich Mitschnitte aus der Volkskammer finden. Außerdem gibt es Dossiers zu verschiedenen Themen wie DDR-Fernsehen, Wirtschaft oder Sport, in die Audiodateien eingearbeitet sind.

Wie lebte es sich im Osten unter der SED-Diktatur?


Dieser Frage könnt ihr in der interaktiven Ausstellung des Berliner DDR-Museums nachgehen. „Geschichte zum Anfassen“ lautet das Motto und so tritt man ein in eine Plattenbauwohnung in der Türen geöffnet und Ausstellungsgegenstände mit allen Sinnen erkundet werden dürfen.

Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr, sonntags bis 22 Uhr
Adresse: Karl-Liebknecht-Straße 1, 10178 Berlin, Telefon:030 8471237-31
Eintritt: 5,50 €, ermäßigt 3,50 €, Rabatt für Schülergruppen wird angeboten

Kommentare

Hallo Marie!! 🙂
Wenn man das Haus der Geschichte in Bonn mit aufführt, sollte man zum Thema DDR das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig nicht vergessen, das sich gezielt der DDR-Geschichte widmet. Und das "Museum in der runden Ecke", der ehemaligen Stasi-Zentrale, in Leipzig. In beiden Einrichtungen ist der Eintritt frei.