Wien im Schnee. Foto: Reinhold Kiss, pixelio.de

Die Hauptstadt von Österreich ist nicht nur bekannt für die vielen Musiker, die sie hervorgebracht hat, sondern auch für die florierende Stadtlandwirtschaft. Bäume, Parks und Seen – Natur, wohin das Auge reicht.

Römisches Flair in Österreich

Wien hat kulturell, politisch und geschichtlich einiges zu bieten. Schon in der Römerzeit ließen sich hier Kaiser nieder, ihre Schlösser werden noch heute jeden Tag von über tausend Menschen besichtigt.

„Seht euch nur diese schönen Gebäude an!“ Jedem Touristen in Wien fallen die verzierten Fassaden, die alten Fensterläden und die goldenen Dächer der Sehenswürdigkeiten in Wien auf. Tatsächlich war die österreichische Hauptstadt jahrhundertelang das Zentrum des Heiligen Römischen Reiches und so entwickelte sich die Stadt schon damals zum europäischen Kulturmittelpunkt. Auch heute kommen noch viele Touristen aus aller Welt nach Wien, um die Sehenswürdigkeiten dort zu bewundern.

Filmkunst und Geschichte in einem


Schloss Schönbrunn: Ein altes Schloss mit einem riesigen, wunderschönen Schlossgarten. Bild:(c) PID/Schaub-Walzer

Romy Schneider drehte hier die Sissi-Filme, James Bond verfolgte Bösewichte und Touristen bestaunen sie – die beliebten Kulissen, die Wien zu bieten hat.

„Wien, Wien nur du allein, sollst stets die Stadt meiner Träume sein“, singt der Opernsänger Fritz Wunderlich. Damit drückt er aus, was rund fünf Millionen europäische Touristen jährlich denken. Die Sehenswürdigkeiten und die wunderschöne Landschaft locken viele Besucher an, die Stadt verdient daran rund vier Milliarden Euro im Jahr. Besonders beliebt bei ausländischen Gästen ist das Schloss Schönbrunn, das die meisten bereits aus „James Bond – Der Hauch des Todes“ und den Sissi-Filmen mit Romy Schneider kennen.

Wiener Walzer durchs Grüne

Wien als Vorbild für Umweltbewusstsein – Innerhalb der Stadtmauern kann man viel Landwirtschaft sehen, Weinfelder besichtigen und über 700 Bauernhöfe finden.

Im Großraum Wien leben mehr als ein Viertel aller Österreicher, viele von ihnen haben Arbeit in der Landwirtschaft gefunden. Die Großstadt ist tatsächlich die einzige auf der Welt, die Wein innerhalb ihrer Stadtmauern anbaut. Nur ein verhältnismäßig geringer Teil der Hauptstadt Österreichs ist bebaut, etwa die Hälfte der Stadt ist Grünland, das zum großen Teil landwirtschaftlich genutzt wird. Die Donauauen, eine Landschaft entlang der Donau im Wiener Osten, wurden sogar zum Nationalpark erklärt. Da können sich viele Großstädte der Welt eine Scheibe am umweltbewussten Wien abschneiden!

Bunt und ungewöhnlich


Das Hundertwasserhaus – außergewöhnlich, knallbunt und unregelmäßig (Foto: Privat)

Das Hundertwasserhaus wurde 1986 erbaut und ist heute eins der meistbesuchten Häuser Österreichs.

„Ein Maler träumt von Häusern und einer schönen Architektur, in der der Mensch frei ist, und dieser Traum wird Wirklichkeit.“ Friedensreich Hundertwasser plante in den 80ern das bunte und ungewöhnliche Haus. Er nimmt alle Besucher auf eine Reise durch die Architektur mit, denn in dem Haus, das 52 Wohnungen und 19 Dachterrassen hat, ließ er sich von vielen Architekten wie zum Beispiel Gaudí inspirieren. Das wunderschöne Haus hat 250 Pflanzen, die auf den Dächern oder Terrassen angepflanzt sind, und eine kunterbunte Fassade. Das Gebäude strahlt dadurch ungewöhnlich viel Jugend und Freiheit aus.

Da Hallo is scho gesturm


Das Rathaus – ein hohes, altes Gebäude, das von Wiesen umgeben ist (Foto: Privat)

Die Wiener und ihr Dialekt. „Hallo!“ „Der Hallo ist schon gestorben.“ Ein solches Gespräch kommt auf den Wiener Straßen unter Einheimischen nicht selten vor.

Ist dieser Satz doch die normale Reaktion auf eine Begrüßung. Wie in ganz Österreich wird auch in der Hauptstadt Deutsch mit österreichischem Dialekt gesprochen. Es gibt eigene Sprichwörter und Wortschöpfungen. Übrigens statten oft auch die Österreicher selbst der bevölkerungsreichsten Stadt des Landes einen Besuch ab. So kann man an beliebten Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel auf dem Rathausplatz, zwar viele ausländische Sprachen hören. Der einheimische Dialekt kommt jedoch auch nicht zu kurz. Sprache ist Kultur!

Das kennt doch wohl jeder!


Wiener Würstchen (Bild: www.pixelio.de Fotograf: Johna)

Wiener Schnitzel, Wiener Würstchen, Wiener Walzer. Wo kommen all die Namen her?

Und eins, zwei, drei. Der Wiener Walzer ist der erste Tanz, den man in einem Grundtanzkurs lernt. Doch woher kommt eigentlich der Name? Tatsächlich entstand der Tanz aus dem „Deutschen Walzer“, der etwas langsamer ist. Bereits 1754 wurde jedoch in einer Komödie im Wiener Opernhaus ein lustiger, schnellerer Tanz als Walzer bezeichnet. So entstand der Wiener Walzer vor rund 250 Jahren in Österreichs Hauptstadt. Ob die ersten Würstchen nun aber aus Wien oder Frankfurt kommen, ist bis heute ungeklärt. Wien hat jedenfalls die mitteleuropäische Kultur geprägt und sich ganz heimlich auch in unseren Speisen und Tänzen eingenistet.

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