Marc liebt die Dynamik von Fußballspielen. Foto: privat

Marc ist 25 Jahre alt und begeisterter Fußball-Fan. Wieso er meint, dass Fußball mehr als nur Sport ist und was die „Faszination Fußball“ für ihn bedeutet erzählt er hier.

Ventil für den Alltagsstress

Fußball ist eigentlich viel mehr als nur Sport. So wie beim Fußballgucken mit Freunden, kann man im Alltag selten seine Emotionen raus lassen. Mal richtig jubeln, richtig mitfiebern. Aber es sind ja nicht nur die Spiele, um die es den meisten Fans geht. Fußball ist einfach ein Lebensgefühl – auch wenn das jetzt vielleicht übertrieben klingt.

Es gibt unglaublich viele Fußball-Clubs, die man mit kleinen Subkulturen vergleichen kann. Es gibt regelmäßige Treffen, man tauscht sich aus über die letzten Spiele, über die Spieler und über unterschiedliche Spieltechniken. Man trägt Schals und Trikots von seinem Team, verteilt Aufkleber, hat Fahnen am Auto… Natürlich gibt es da welche, die sehr radikal sind: In bestimmten Städten sollte man sich schon überlegen, ob man sein Trikot anzieht, oder lieber nicht. Aber bei den meisten ist das nicht so extrem.

Marcs Freundin hasst Fußball.
Ihre Meinung lest ihr hier …

Auf jeden Fall gibt einem der Sport ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl und das ist zum Beispiel etwas, dass mir sehr am Herzen liegt. Würde ich mich auf die selbe Art für Computerspiele begeistern, würde ich nur alleine in meinem Zimmer vor dem PC hocken. Ich treffe meine Jungs dagegen nicht nur beim Training, sondern auch wenn wir uns zusammen die Spiele im Fernsehen ansehen und dabei ein paar Bier trinken.

Teil einer Masse sein

Besonders im Stadion ist es ein wahnsinniges Gefühl, mit tausenden anderen Fans zu feiern und zu hoffen, dass ein Tor fällt. Dabei geht es natürlich auch mal rund. Das kann schon gefährlich werden. Nicht umsonst sind vor den Stadien Hunderte von Polizisten im Einsatz. Aber gerade dieses Risiko kann einem einen tollen Kick geben.


Nichts ist vergleichbar mit der Stimmung beim Fußball, findet Marc.
Foto: REGIERUNGonline/Bolesch

Und auch das Gefühl, Teil einer so riesigen Menschenmasse zu sein, ist unglaublich. Man fühlt sich einfach größer als sonst. Leute die gerne auf Demonstrationen gehen, können das bestimmt gut verstehen. Das sind einfach Situationen, die man im Alltag sonst nicht erlebt.


Mal vom Drumherum abgesehen, finde ich aber auch, dass der Sport „Fußball“ an sich eine schöne Sache ist. So eine Dynamik und so ausgeprägten Mannschaftsgeist findet man beim Golf zum Beispiel nicht. Außerdem sind die Regeln leicht zu verstehen, das macht Fußball halt massentauglich.

Jetzt freue ich mich erst mal tierisch auf die WM. Natürlich gucke ich jedes Spiel, wenn ich die Zeit dafür habe. Meinen Dienstplan würde ich dafür aber nicht umstellen lassen – obwohl ich Freunde habe, die sicher soweit gehen würden. Außerdem freue ich mich nicht nur auf die Spiele als solche, sondern auch auf das Grillen und Feiern mit meinen Freunden, das gehört schließlich dazu. Mein Tipp für die WM? Obwohl ich Spanien auch gar nicht übel finde, hoffe ich natürlich auf Deutschland.

Was haltet ihr vom Fußballgucken? Öde oder das Spannendste der Welt? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!