…findet Sula, die sehr leistungsfähig in diesem „Sport“ zu sein scheint. Hier erzählt sie, wie sie so manches Alltagsproblem bewältigt und wieso sie glaubt, dass Jungs so unkommunikativ sind.
Morgens aufzustehen ist der Horror. Ich würde morgens nämlich sehr gerne viel länger schlafen. Was ich anziehe, steht bei mir als einer der ersten Punkte auf der Tagesordnung. Nachdem ich dann hin und her überlegt habe, dauert es trotzdem noch eine ganze Weile, bis ich dazu fähig bin, mit irgendwem zu kommunizieren, da ich mich morgens erst mal sammeln muss. Das hindert mich jedoch nicht, guter Dinge zu sein und wenn ich dann in der Schule bin, erstmal allen in meiner Klasse eine dicke Umarmung zu geben.
Das Problem „Lehrer“
…bewältige ich, indem ich mich so unauffällig wie möglich verhalte und probiere, fleißig auszusehen. Schleimen tu ich nicht, auf jeden Fall nicht mit Absicht.
Danach gehe ich nach Hause, wo ich mich mit meinem Bruder ausgiebig über unseren Schulalltag auseinandersetzen kann. Wir haben nämlich ein sehr enges Verhältnis. Er ist auch einer der ersten Menschen, mit dem ich Probleme bespreche. Generell bespreche ich alle meine Probleme zuerst mit meiner Familie und meinen Freunden, um auch deren Ansicht einzuholen. Ob ich dann auch noch Lust habe, mich mit dem Auslöser des Problems auseinanderzusetzen, ist situationsbedingt; manchmal ist das auch alles zu viel Aufwand!
Es hilft mir nämlich meist schon, mir einfach das Telefon zu schnappen und das Problem ausgiebig am Telefon durchzusprechen. Man muss nicht erst noch was in den Computer tippen oder tausende von Zeichen via SMS verschicken, sondern hört die Stimmlage der anderen Person direkt, kann also nichts Verrücktes in das Gesagte hineininterpretieren.
Mit meinen Freunden aus Sambia und der Welt kommuniziere ich über Facebook, was aber aufgrund meiner ganzen Schularbeiten leider viel zu kurz kommt. Wenn ich es überhaupt mal schaffe, mich an den Computer zu setzen, dann nur spätabends für ein paar Minuten. Meine engsten Freunde hier in Berlin rufe ich dafür mindestens einmal am Tag an, um zu sehen, wie deren Tag verlaufen ist, und um einfach ihre Stimme zu hören. Schule nimmt im Moment so viel Zeit in Anspruch, dass das Telefon oft die leichteste Lösung ist, trotzdem in Kontakt zu bleiben. Und telefonieren kann ich schließlich auch unterwegs!
Unterschied Junge-Mädchen
Ich glaube der Unterschied zwischen Jungs und Mädchen bezüglich Kommunikation ist, dass Jungs verschlossener sind als Mädchen. Ich glaube zum Beispiel nicht, dass die wie ich mindestens einmal am Tag am Telefon hängen, um sich über nichts und die Welt auszutauschen. Trotzdem bin ich keine „Terror-Queen“, die ihrem Freund Tag und Nacht auf die Nerven gehen würde. Ich finde nur, dass es extrem wichtig ist, sich mit seinen Freunden und seiner Familie regelmäßig auszutauschen!


Neuen Kommentar schreiben