Wieviel Strom verbraucht eine SMS? Foto: Anna Lang

An einem Tag verbraucht ihr sehr viel Strom. Doch wie viel das genau ist, und wo ihr sparen könnt, wisst ihr nicht? Folgende Liste hilft.

Zum Einstieg ein wenig Physik:
Den Stromverbrauch im eigenen Haushalt könnt ihr durch ein Strommessgerät, zum Beispiel aus dem Baumarkt messen. Das Messgerät zeigt an, wie viele Kilowattstunden (kWh) das angeschlossene Gerät verbraucht.
Eine kWh entspricht der Energie, die ein Gerät mit einer Leistung von einem Kilowatt (kW) in einer Stunde aufnimmt oder abgibt.
Ein kW sind 1000 Watt (W), was sich wiederum aus Spannung mal Stromstärke (W = V x A) berechnet.

Frühstück

07:20 Uhr: Zubereitung einer Tasse Tee mit dem Wasserkocher: Zum Kochen eines Liters Wasser gehen 0,10kWh drauf. Der Wasserkocher ist ziemlich sparsam, denn er verbraucht nur halb soviel Energie wie Mikrowelle oder Elektroherd.


Warme Brötchen zum Frühstück. Foto: Anna Lang

07:25 Uhr: Brötchen aufbacken: Hier solltet ihr den Brötchenaufsatz des Toasters verwenden statt den Ofen, denn Toasten ist billiger und zeitsparender. Damit spart ihr bis zu 70 Prozent Energie.

Schule

07:45 Uhr: Fahrt mit der S-Bahn in Richtung Schule: Die Bahn verbraucht während der 15-minütigen Fahrt 145 kWh. So viel verbraucht ein sparsamer Kühlschrank in einem Jahr. Aber ihr sitzt ja zum Glück nicht alleine drin.

07:50 Uhr: S-Bahn fahren ist langweilig: Deswegen Stöpsel ins Ohr und iPod an. Wenn ihr den iPod am Computer über vier Stunden aufladet, gehen 0,4 kWh drauf.

10:20 Uhr: Pause: SMS-Schreiben: Das Handy eine Stunde lang zu benutzen verbraucht 0,003 kWh. In 20 Minuten also 0.001 kWh. Sich siebeneinhalb Minuten die Haare zu glätten, verbraucht dreimal so viel Strom.

Nachmittag

13:40 Uhr: Kochen des Mittagessens: 0,25 kWh werden verbraucht. Genauso viel, wie bei 1,45 Stunden Fernsehen.

14:30 Uhr: Das benutzte Geschirr kommt in die Spülmaschine. Die Maschine solltet ihr lieber voll machen, denn eine Füllung verbraucht 1 kWh. Damit hätte man auch für ganze 10 Stunden mit einer 100 Watt-Glühlampe einen Raum beleuchten können. Aber trotzdem: energiesparender als mit der Hand abzuwaschen ist sie allemal.

14:35 Uhr: Es ist Sommer und tierisch heiß. Eine Klimaanlage soll Abhilfe schaffen. Läuft das Gerät mit 1kW über 8 Stunden, kostet das 1,50 €. Da kann es schon vorkommen, dass ein heißer Monat 50 € teuer wird.

14:40 Uhr: Ran an die Spielkonsole! Das hier die Konsole mit rund 160 Watt mehr Strom zieht als der sparsame 110 Watt LCD-Flachbildfernseher selbst, ist den wenigsten bewusst. Spaß ist eben teuer. Selbst im Stand-by-Betrieb übertrifft der Verbrauch vieler Spielkonsolen die meisten modernen Fernsehgeräte.


Auch Musik frisst Strom. Foto: Anna Lang

15:15 Uhr: Musik hören bei den Hausaufgaben: Die Stereoanlage zieht bei CD-Betrieb 4,4 Watt. Allerdings nur 3,2 Watt bei Radiobetrieb. Ihr spart also Geld für die CD und noch dazu Stromkosten. Ein fairer Deal, nur dass man sich nicht aussuchen kann, was man hört. Wenn keine Musik läuft, heißt es Stecker ziehen. Der Stand-by-Modus zieht nämlich jährlich ungefähr 9,6 kWh.

Abend

20:00 Uhr: E-Mails checken und anschließend Filme schauen auf dem Computer. 2,5 Stunden bleibt der PC samt Monitor und Drucker an, somit werden 0,5 kWh verbraucht. Fernsehen wäre sparsamer gewesen. Bei gleichem Verbrauch hätte dieser nämlich eine Stunde länger an bleiben können.

Links zu weiteren Stromspartipps:

http://www.stromspartipps.net

http://www.stromauskunft.de/de/html/service/stromspartipps.html

Kommentare

Wenn man schon viel Strom verbraucht, dann kann man sein Gewissen wenigstens etwas beruhigen und auf Ökostrom umsteigen… http://www.oekostromanbieter.org

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