Mobbing und Ausgrenzung Foto: Jugendfotos.de/DianaSavina

Die Möglichkeiten, die sich durch das Surfen und das Internet ergeben, sind im Alltag durchaus hilfreich und kaum noch wegzudenken. Da vergisst man man dann schon mal schnell, auf die Gefahren zu achten…

Chat


Die E-Mail ist heutzutage schon beinahe veraltet, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Kommunikation in Echtzeit. So gibt es viele Chatprogramme, wie zum Beispiel ICQ, MSN oder Skype, in denen ihr euch mit euren Freunden austauschen, aber auch neue Leute zu euren Kontakten “adden” (Anm. d. Red.: hinzufügen) könnt. Viele Nutzer solcher Internetdienste fühlen sich anonym und es fällt ihnen leichter, Hemmschwellen zu überwinden. Doch genau da liegt die Gefahr. So wurden rund 50 % der jugendlichen Chatter schon einmal sexuell belästigt. 30 % der 12 – 19 Jährigen treffen sich persönlich mit unbekannten Chatpartnern und viele Jugendliche wurden schon einmal von Online-Betrügern ausgenommen.

Hier also ein paar Tipps zum sicheren Chatten:

– Schützt eure Daten (wie ihr das macht steht im Abschnitt Datenschutz)
– Bleibt misstrauisch

– Lasst euch nichts gefallen und droht Usern, die euch belästigen ruhig mit einer Anzeige oder brecht den Chat sofort ab
– Respektiert eure Gegenüber

Cyber-Mobbing


“Du Opfer!”, “Hast du schon mal in den Spiegel geschaut?!” und “Du hast fettige Haare und stinkst!”, solche und viele andere Beleidigungen sind keine Seltenheit in Sozialen Netzwerken, man spricht dabei von Cyber-Mobbing. Doch was tun, wenn man betroffen ist? 


– Sperrt den “Cyber-Bullie” – also den Mobber – mit der Funktion “Nutzer ignorieren”

– Antwortet nicht

– Sichert Beweise 

– Redet darüber mit jemandem, dem ihr vertraut

Datenschutz


Jeder hinterlässt seine Fußspuren im weltweiten Netz. Fehltritte, wie zum Beispiel peinliche Fotos oder geheime Nachrichten, die man sich mal geleistet hat, sind oft noch nach Jahren im Internet wiederzufinden. Das kann sich auch negativ auf eure berufliche Zukunft auswirken. Eure zukünftigen Chefs schauen sich ganz genau an, was ihr im Internet hinterlassen habt. Also:

– Gebt nur die nötigsten Informationen preis

– Lasst nicht jeden auf euer Profil zugreifen

– Nutzt alle Sicherheitseinrichtungen und haltet sie auf dem aktuellen Stand
– verwendet sichere Passwörter (es sollte kein bekanntes Wort sein und mindestens acht Zeichen lang, mit Groß- und Kleinschreibung und mit Sonderzeichen)

Glaubwürdigkeit


2009 gab es in Deutschland 29 Millionen Haushalte mit einem Internetzugang – Tendenz steigend. Somit haben sehr viele Menschen Zugriff auf die Informationen, die im Internet veröffentlicht werden. Aber das heißt auch, dass genau so viele an den Inhalten mitarbeiten können. Oft werden die Angaben nicht ausreichend recherchiert, wie zum Beispiel bei der beliebten Enzyklopädie Wikipedia. Für die Seite kann rein theoretisch jeder schreiben, somit wird zwar eine große Vielzahl an Informationen erreicht, jedoch wurden diese oft nicht ausreichend hinterfragt. Prüft also eure Quellen sorgfältig, wenn ihr eine Ausarbeitung, Vortrag oder Facharbeit schreibt.

Onlinegames


“Kostenlos spielen auf…”, “Gratis Online Games” oder “Spiele kostenlos spielen”, mit diesen und ähnlichen Slogans werden viele Jugendliche täglich auf die Internetseiten von Onlinegame-Anbietern gelockt. Tatsächlich stimmen die Angaben sogar zum Teil, denn das Spielen der Grundversion ist in vielen Spielen, wie zum Beispiel “Darkorbit” oder “My Free Farm”, nicht mit Kosten verbunden. Um wirklich erfolgreich spielen zu können, sind oft zusätzliche Funktionen nötig, die nicht umsonst sind. Genau diese sind es oftmals auch , die den Spaß am Spiel ausmachen. Checkt also genau, ab wann ihr bezahlen müsst, und lest in den AGBs.

Phishing


… bezeichnet den Versuch, durch gefälschte www-Adressen an sensible Daten eines Internetbenutzers wie Passwörter oder Kreditkarteninfos zu gelangen. Einige E-Mail-Filter der Antivirenprogramme können Phishing-E-Mails erkennen und diese löschen. Ansonsten könnt ihr euch selbst schützen, indem ihr in eurem E-Mail-Programm die HTML-Darstellung und euer Java-Script deaktiviert.

Soziale Netzwerke


Mit Hilfe von sozialen Netzwerken ist es einfach, neue Kontakte aus aller Welt zu knüpfen, mit Freunden die letzte Party auszuwerten oder schöne Bilder für viele andere Jugendliche zugänglich zu machen. Doch genau darin liegt das Problem, denn was einmal im Internet veröffentlicht wurde, ist schwer wieder zu löschen. Es ist auch nicht ratsam, Menschen, die du nicht persönlich kennst, vollkommen zu vertrauen, denn es gibt häufig sogenannte Fakeprofile, das bedeutet, die Person, der das Profil gehört, verfälscht ihre Identität.

Spam


Am 3. Mai 1978 wurde an 400 Nutzer von ARPANET, dem Vorläufer des heutigen Internets, der erste Spam geschickt. Seitdem werden täglich Leute von diesen überflüssigen Mails genervt. Warum wird gespammt? Spams bringen Geld! Noch immer gibt es Nutzer, die auf solche Mails hereinfallen. Auch wenn von 100.000 Mails nur auf eine reagiert wird, lohnt sich der Spam. Vireninfizierte Spam-Mails können außerdem euren Computer ausspionieren und so fernsteuern. Deshalb:

– Aktiviert den Spamfilter eures E-Mailprogramms

Urheberrecht


Bei der Frage, ob man schon einmal das Urheberrecht verletzt hat, kann wohl fast niemand mit einem sicheren “Nein.” antworten. Oft passiert es unbewusst: Eine Freundin hat ein tolles, neues Lieblingslied, das sie euch per Bluetooth schickt. Oder für den bald anstehenden Biologievortrag fehlt noch ein passendes Bild, das schnell noch ausgedruckt werden muss, im Stress vergesst ihr die Quellenangabe… Bei solchen ganz alltäglichen Situationen ist es schwer sich vorzustellen, dass es sich eigentlich um Diebstahl handelt, der auch rechtlich verfolgt werden kann.

Virenschutz


Husten, Schnupfen, Heiserkeit – die Winterzeit rückt näher, das bedeutet für uns viel Obst und Gemüse essen, Sport machen und immer warm anziehen. Denn Vorbeugen ist besser, als krank zu werden. Das gilt auch für euren Computer. Computerwürmer oder Trojaner können eurem PC ernsthaft schaden, zum Beispiel kann euer Computer langsamer werden, oder wichtige Daten können verloren gehen. Mit spezieller Anti-Viren-Software kann vorgebeugt und verhindert werden, dass sich die Viren unbemerkt zum Beispiel per Mail verbreiten.

Weitere Tipps zum sicheren Surfen findet ihr hier:

www.klicksafe.de

www.watchyourweb.de

Kommentare

Zu Schulzeiten unserer Eltern haben es die Lehrer vielleicht noch mitbekommen: Die aufmerksamen unter ihnen haben gesehen, wenn einer oder eine aus der Gruppe ausgestoßen, gemieden, gehänselt wird. Heute läuft das alles viel subtiler – Tyrannisieren und Zusammenrotten, das geht dank Social Media virtuell. Demütigungen und verletzende Botschaften rund um die Uhr. Was wie ein düsteres Szenario klingen mag, ist längst traurige Realität: In den USA hat sich ein 13-Jähriger nach den heftigen Attacken seiner Mitschüler sogar das Leben genommen. Jedes ‘Sie haben Post’ ein Faustschlag ins Gesicht. Ein bisschen Streiten, Ärgern, und Prügeln gehört wohl immer schon zum Schulalltag dazu. Wenn sich die Mobbing-Opfer aber nicht einmal mehr in ihrer Umgebung fern der Schule sicher fühlen können, wird der Druck unerträglich. Wir, die Generation der so genannten digital natives, die aufgewachsen sind mit dem Internet, sind nicht nur ständig vernetzt, sondern auch ständig verletzbar. Cyberbullying ist den meisten Eltern, Lehrern, Politikern – dem erwachsenen Teil der Gesellschaft – sehr fremd. Ich finde, es wird Zeit, dass in Schulen, Universitäten und überhaupt in der Öffentlichkeit über diese Schattenseite des Web geredet wird. Nur wenn Opfer das Schweigen brechen, brechen sie auch die Macht der Täter.
Ich weiß gar nicht was ihr alle habt …………………..! Erstens sinds diese Opfer meist selbst schuld oder sie legen es darauf an gemobbt zu werden !!! Von daher solln die mal alle nicht so rum heulen . nebenbei ich mobb gern andere auch im alltäglichen Leben XXXDDD !" Alle Macht dem Mobben

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