Auf unsere Sinne können wir vertrauen – wir sehen Freunde, hören unsere Lieblingsmusik, schmecken den Kaffee und fühlen die weiche Oberfläche unserer Bettdecke. Zu selbstverständlich? Hier habt ihr eine kleine Liste mit Möglichkeiten, eure Sinne einmal ganz neu zu entdecken…
Dunkle Welt
Hier könnt ihr euch von blinden Menschen ihre Welt zeigen lassen. Man erlebt Gerüche, Geräusche, Düfte und ganz alltägliche Situationen, wie man sie zuvor noch nicht kannte. Das internationale Projekt begeisterte schon über sechs Millionen Menschen weltweit und kann seit 2000 auch in Hamburg besucht werden.
So eine Kleckerei!
Seit zehn Jahren gibt es sogenannte Dunkelrestaurants. Das weltweit erste entstand 1999 in Zürich, 2001 eröffnete das erste deutsche Dunkelrestaurant in Köln. Inmitten völliger Dunkelheit werden die Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. “Das Auge isst mit” war gestern, denn wer schon einmal probiert hat, sich beim Abendessen nur auf Schmecken und Riechen verlassen zu können, wird diese Erfahrung nicht missen wollen. In vielen deutschen Städten kann man sich mittlerweile auf so ein ungewöhnliches Menu einlassen. z.B. in der unsicht-Bar in Köln, Berlin und Hamburg, im aus:sicht in Stuttgart, bei Essen im Dunkeln in München oder im Sinneswandel in Dresden.
Mann, sind die langsam!
Die alte Dame vor uns am Geldautomaten wird einfach nicht fertig und der nette Opi muss sich nun schon zum fünften Mal Hilfe holen um sich sein Zugticket zu holen. Für uns unverständlich, für ältere Menschen eine große Hürde im Alltag. Mit dieser Simulation könnt ihr euch selbst einmal fühlen, wie eine 70-Jährige. Dazu kann eingestellt werden, ob ihr an Grauem Star, extremer Weitsichtigkeit oder Farbschwäche leidet. Das alles kostenlos, unverbindlich und vor allem sehr interessant.
Ganz bei Sinnen?
Das „Deutsche Hygiene Museum“ in Dresden bietet in seiner Kinderabteilung die Ausstellung „Die fünf Sinne“ an. Hier kann man auf originelle Art und Weise seine Sinne genauer kennen und täuschen lernen.
Mach schon!
„Instant Aging – für 15 Minuten alt sein“ nennt sich das Projekt der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, in dem junge Studenten erleben, wie es ist, anstatt 25 auf einmal 75 zu sein. Mit Prothesen, Arthrose oder Lähmung ein Brötchen aufzuschneiden oder Treppen zu steigen, erweist sich nämlich deutlich schwerer als gedacht.


Neuen Kommentar schreiben