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09.09.2010
Deutschlandstipendium
Prüfung
Ab dem nächsten Sommersemester gibt es ein neues deutschlandweites Stipendienprogramm für Studierende. Bis zu 10.000 Studentinnen und Studenten sollen davon profitieren können. »
08.09.2010
Ideenschmiede
Weltkugel auf Hand
Ihr habt Ideen für die Welt von morgen? Dann macht mit bei der Wrigley Ideenschmiede, dem neuesten Projekt von Jugend denkt Zukunft. Teilnehmen könnt ihr bis zum 12. November. »
07.09.2010
Neues Energiekonzept beschlossen
Windrad
In der Nacht zu gestern einigte sich die Bundesregierung auf ein neues Energiekonzept. Neben den Restlaufzeiten für Atomkraftwerke geht es vor allem um den Weg zu den erneuerbaren Energien. Das Konzept zählt damit zu den umweltverträglichsten weltweit. »

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Gorbatschow und Leonardo di Caprio
Die Kampagne "Cinema for peace" machte das Interview möglich. Dort ist auch Leonardo di Caprio Mitglied. Foto: Cinema for peace
Menschen | 2009 | November | Frieden (Nr. 74)

Gorbi: "Ihr müsst viel lernen!"

Schekker Autorin Nicole hat Michail Gorbatschow getroffen. Durch seine Politik der „Offenheit“ und des „Umbaus“ leitete er das Ende des Kalten Krieges ein.

Schekker.de: Herr Gorbatschow, im Jahr 1990 haben Sie den Friedensnobelpreis erhalten. Wo würden Sie heute am liebsten Frieden stiften?

Michail Gorbatschow: Solche Orte gibt es viele auf der Welt. Es gibt geteilte Länder wie Korea, in dessen nördlichen Teil bedrohliche Situationen vor sich gehen, weil sie sich entschlossen haben, Atomwaffen anzuschaffen. Außerdem gibt es viele Unruhen in Afrika und in Asien. Deshalb wünsche ich mir Frieden auf der ganzen Welt.


Michail Gorbatschow in bester Laune.
Foto: Günter Nieber, pixelio.de

Was ist heute anders an den Konflikten als früher?

Wisst ihr, dass heutzutage die Ausgaben für die Rüstung höher sind als in Zeiten des Kalten Krieges? Der Kalte Krieg ist vorüber und und die Militärhaushalte steigen auf fast anderthalb Trillionen. Hinzu kommt, dass der Terrorismus viele Gebiete beherrscht. Ich wünsche mir, dass sich die Situation im Irak beruhigt. Im Nahen Osten gibt es seit Jahrzehnten so viele Spannungen und es folgt ein Ausbruch auf den anderen. Erst vor ein paar Tagen wieder. Da gibt es unglaublich viele Beispiele.

Wie kann man denn in Kriegsgebieten für Frieden sorgen?

Im Prinzip kann man die Menschen nur auf eine Art und Weise beruhigen. Sie müssen die Gewissheit haben, dass die Probleme gelöst werden, dass sie Arbeit haben werden und dass ihre Kinder zur Schule gehen können. Und wenn man das nicht vermitteln kann, helfen auch Gespräche und Restriktionen nichts.
Oft werden in Krisengebieten die jungen Menschen missbraucht. Schauen wir uns doch die Nachrichten an. Wer sind die Unruhestifter, wer wirft dort mit Steinen? Ich will ihnen keinen Vorwurf machen, da sie sich in einer Situation befinden, in der ihnen die Geduld ausgeht. Die harten Konflikte tragen meist die jungen Leute aus.

Wie lässt sich denn so etwas verhindern?

Ihr müsst viel lernen, um euch Wissen anzueignen. Lest, schaut Fernsehen und Filme - vor allem die vielen hervorragenden Anti-Kriegs-Filme.


Können Sie sich erinnern, wo Sie waren als die Mauer fiel und was Sie in diesem Moment gemacht haben?

Für mich war es keine große Überraschung, dass die Mauer gefallen ist. Die Menschen in beiden Teilen Deutschlands traten sehr entschieden für die Wiedervereinigung ein. Und innerhalb eines kurzen Zeitraumes wurde alles entschieden. Es fällt mir jetzt erst auf, dass es euch damals noch gar nicht gab. Ihr wart damals noch gar nicht geboren. Wir hatten bereits im Juni 1989 die Vermutung, dass sich etwas wandeln wird. Das fand dann auch sehr schnell statt. In der Nacht im November war ich wie alle anderen zu Hause und habe geschlafen und erst am nächsten Morgen davon erfahren.

Autor:
Nicole Lehmann ist 14 Jahre und Schülerin.

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