Messestadt, Heldenstadt, historisches Zentrum des Buchdrucks und ehemaliger Verkehrsknotenpunkt in Deutschland. Leipzig hat eine bewegende Geschichte hinter sich.
Leipzig liebt Musik
Seit der frühen Neuzeit nimmt die Musik in Leipzig einen besonderen Stellenwert ein.
Bach verbrachte die wichtigsten Jahre seines Schaffens hier, war Kantor in der Thomaskirche und etablierte den dort ansässigen Thomanerchor. Auch Felix Mendelssohn Bartholdy und dessen berühmter Hochzeitsmarsch prägten das musikalische Bild der Stadt. Der Komponist gründete in Leipzig die erste Musikhochschule Deutschlands und war zudem Leiter des Gewandhauses, dessen Orchester heute eines der berühmtesten und bedeutendsten Musikensembles weltweit ist.
Wer jetzt denkt, Leipzigs Kulturlandschaft wäre alt und verstaubt und hätte nichts für ein jüngeres Publikum zu bieten, der irrt. Seit 2002 schlägt jährlich Deutschlands größte Independent-Musikmesse, die Pop up, in Leipzig ihre Zelte auf. Dort stellen kleine Labels und Designer ihre Produkte vor.
Auch Kunstliebhaber sind in Leipzig richtig

Mit der „Leipziger Schule“ verlieh die Stadt ihren Namen einer Strömung in der modernen Malerei.
Bekanntester Vertreter dieser Kunstrichtung war Werner Tübke. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig, einer der ältesten deutschen Kunsthochschulen. Unter Kunstkritikern gilt die HGB derzeit als die bedeutendste deutsche Kunstschule. Einer ihrer bekanntesten derzeitigen Absolventen ist Neo Rauch.
Zudem beheimatet Leipzig zahlreiche große und kleine Galerien, wie die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig oder die Fine Art_ Leipzig. Gute Ausstellungen sind immer zu finden, etwa die F/Stop, das jährlich stattfindende internationale Fotografie-Festival in Leipzig.
Nichts zu tun in Leipzig?

Wer sich langweilen will, ist in Leipzig falsch. Die Stadt ist eine Studentenstadt, jung und impulsiv.
In der Südvorstadt gibt es zahllose Kneipen und Clubs. Auf Leipzigs Feiermeile, der Karl-Liebknecht-Straße, stolpert man von einer Bar zur nächsten. Beliebte Treffpunkte sind die „Milchbar“ im Zentrum - dort werden ausschließlich Milch-Misch-Getränke angeboten – oder die Kinobar Prager Frühling, in der sich auch das gut besuchte Tanzlokal „Ilses Erika“ befindet. In der Moritzbastei, Europas größtem Studentenclub, könnt ihr regelmäßig Musik vom Band oder Livemusik hören.
Leipzig und seine Geschichte
Heldenstadt. So wurde Leipzig immer mal wieder betitelt.
Der Grund dafür sind die Montagsdemontrationen, die 1989 regelmäßig stattfanden. Die Menschen protestierten damit gegen das SED-Regime. Doch auch in seiner früheren Geschichte machte Leipzig oft Furore. 1825 wurde zum Beispiel der Börsenverein der Deutschen Buchhändler gegründet. Zu dem Zeitpunkt war Leipzig eines der Zentren des deutschen Buchhandels. Und 1839 wurde die Leipzig-Dresdner Eisenbahn als erste deutsche Fernbahnstrecke eröffnet. So entwickelte sich die Stadt zu einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Deutschland.
Ab an den See!

Wer mal einen Tag Urlaub von der Stadt braucht, kann sich hervorragend an einem der vielen Seen entspannen.
Die Stadt liegt nämlich im sogenannten Leipziger Neuseenland mit zahlreichen Gewässern, die aus Tagebaurestlöchern entstanden sind. Aber auch in der Stadt gibt es genügend Parks zum Ausspannen, zum Beispiel den Palmengarten oder den Botanischen Garten der Universität Leipzig.
Studieren wie Goethe
Die Universität Leipzig wurde 1409 gegründet und ist die zweitälteste Universität in der Bundesrepublik.
1953 erhielt sie den Zusatznamen Karl-Marx-Universität 1991 wurde das aber wieder rückgängig gemacht. Prominente Studenten in Leipzig waren zum Beispiel Johann Wolfgang von Goethe oder Erich Kästner.


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