Der preisgekrönte Film von Florian Henckel von Donnersmarck erzählt eine brisante Episode der deutschen Geschichte.
DDR 1984. Gerd Wiesler (Ulrich Mühe), ein Mann der Staatssicherheit, überwacht das Künstlerpaar Georg Dreymann (Sebastian Koch) und Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck). Letztere hat eine Affäre mit einem hohen Minister. Für den Staatsmann ist Dreymann deshalb ein Dorn im Auge. Er soll beiseite geschafft werden, ist aber leider zu sauber, zu unverdächtig. Wiesler bekommt deshalb den Befehl, eine totale Überwachung um das Paar herum aufzubauen und lässt die ganze Wohnung verwanzen. So lernt er die beiden besser kennen – lebt quasi ihr Leben mit.
Als sich der Regisseur Albert Jerska, ein guter Freund Dreymanns, erhängt, beschließt selbiger aus der Passivität herauszutreten und verfasst mit Kollegen einen kritischen Artikel über Selbstmord in der DDR. Stasi-Offizier Wiesler bekommt das zwar mit, tut jedoch nichts dagegen und der Bericht landet im Westen beim SPIEGEL.
Keine Beweise
Weil Dreymanns Lebensgefährtin das Geheimnis um den Artikel unter Zwang ausgeplaudert hat, wird die Wohnung des Paares durchsucht. Doch bevor die Genossen die Schreibmaschine – das Beweisstück – finden können, hat Wiesler sie schon sicher versteckt. Danach überschlagen sich die Ereignisse für alle beteiligten: Wiesler wird degradiert und Christa-Maria bringt sich um.
Einige Jahre nach dem Mauerfall erhält Georg Dreymann Einsicht in seine Stasi-Akten und erfährt von der kompletten Überwachung und dem Verrat von Christa-Maria. Allerdings bemerkt er auch, dass Gerd Wiesler falsche Aussagen in seine Berichte geschrieben hat, um ihn zu decken.
Daraufhin widmet der Schriftsteller dem Stasi-Offizier HGW XX/7 ein Buch.
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Der Film spiegelt sehr sachlich den Alltag der Überwachung in der DDR wieder. Die Methoden sind einschüchternd und zeigen gleichzeitig, wie perfekt das System funktioniert hat. Die Schauspieler sind sehr authentisch, man kann sowohl mit den Überwachern als auch mit den Überwachten gut mitfühlen. Besonders der innere Konflikt von Offizier Wiesler prägt den Film. Er zeigt, dass sich selbst in einem totalitären System Menschen und Denkweisen ändern können.
Dieser sehenswerte Film spiegelt realitätsnah ein Stück deutsche Geschichte wider und hat nicht zu Unrecht unter anderem einen Oscar erhalten.
Das Leben der Anderen", Florian Henckel von Donnersmarck
The Walt Disney Company, 10,95 Euro






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