Wenn uns Eltern oder Großeltern ermahnen, dann sagen sie im schlimmsten Fall Sätze wie „Das hat es früher nicht gegeben...“ oder „Solange du die Füße unter unseren Tisch stellst...“. Doch selbst ein „Wir wissen, was gut für dich ist“ lässt den Wunsch nach Selbständigkeit mit der Zeit größer werden. Der 18. Geburtstag kann gar nicht nahe genug sein.
Mit der Volljährigkeit aber ist man plötzlich für alles selber verantwortlich. Natürlich freuen wir uns auf den Führerschein, die erste eigene Wohnung oder das Bankkonto, über das wir jetzt selber verfügen können. Wir können in Bars und Diskotheken gehen, und uns Filme ab 18 ansehen.
Der 18. Geburtstag bedeutet aber auch Pflichten und Verantwortung. Man ist strafmündig, kann also nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden. Zumindest für die Jungs stehen neun Monate Wehr- oder Zivildienst bevor. Und nicht zuletzt darf man jetzt an Bundestags- und Europawahlen teilnehmen. Alles in allem: Rechte und Pflichten gleichermaßen. Schließlich wird man als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft angesehen, von dem erwartet wird, dass es einen eigenen Beitrag leistet.
Das ist gar nicht so leicht. Oft wissen wir nicht einmal, wo man den Fernseher anmeldet oder eine Lohnsteuerkarte bekommt? Woher auch? All die Freiheit und Verantwortung kommt sozusagen über Nacht. Wem kann man es da verdenken, wenn er nicht alles sofort überblickt? Wenn man erst mal ins Ausland ausreißt, um dort noch ein bisschen die Freiheit zu genießen, bevor der Ernst des Lebens beginnt? Das Verdeck runterlassen und auf einem amerikanischen Highway in den Sonnenuntergang fahren?
Soviel steht fest: Volljährig zu werden, ist ein Abenteuer. Auf das man wehmütig zurückblickt. Oder freudig darauf wartet, wenn man es noch vor sich hat.
Ob Pflichten oder Rechte, ob Freiheit oder Verantwortung: Die Schekker-Redaktion wünscht viel Spaß beim Erinnern und Vor-Freuen!





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