Nicht träumen: Denn nicht für die Schule, für das Leben lernen wir. Foto: Frank Grätz

Geschichtslehrer lieben wir vor allem für die lateinischen Sprichwörter, die sie so gerne zitieren. Ein Dauerbrenner: „Non scholae, sed vitae discimus“. Heißt übersetzt: Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir. Und bedeutet: Was wir in der Schule lernen, brauchen wir später in der Ausbildung, im Studium und im Beruf.

Theoretisch sehen wir das ja ein. Aber praktisch ist es doch so: Jeder hat ein oder sogar mehrere Fächer, die ihm keinen Spaß machen. Der eine scheitert an den Französisch-Vokabeln, dem nächsten graut vor jeder Mathe-Stunde aufs Neue, der dritte müht sich im Kunstunterricht erfolglos mit Ölfarben ab. Und immer wieder stellen wir uns die Frage: Wie wichtig ist das, was wir in der Schule lernen, wirklich? Welche Fächer brauchen wir im späteren Leben? Und was wird gar nicht erst unterrichtet, obwohl es vielleicht wichtig wäre?

Andererseits kann Schule durchaus auch Spaß machen. Und schließlich ist man als Schüler auch nicht ganz machtlos, sondern kann sich engagieren und mitbestimmen, was an der Schule passiert. Gute Ideen scheitern zwar oft am Geld. Aber da soll sich in nächster Zeit einiges ändern: Die Bundesregierung hat sich sehr konkrete Ziele gesetzt, um im Bereich Bildung und Forschung aufzuholen – zum Beispiel mit der Qualifizierungsinitiative und dem zweiten Konjunkturpaket.

Gesamtschule, G8 und Bologna-Prozess – es gibt noch viele offene Fragen und Raum für Diskussion.

Aber genau das sollen wir in der Schule und an der Uni ja auch lernen. Denn unsere Lehrer sind nicht nur dazu da, uns Wissen zu vermitteln, sondern auch, um uns zu mündigen Erwachsenen zu machen – zu Menschen, die ihre Meinung sagen, sich am politischen Prozess beteiligen und offen sind für andere Sichtweisen.

Das seht ihr genauso? Oder total anders? Dann schreibt eure Meinung in einem Kommentar!

Egal, wo ihr steht: Das Schekker-Team wünscht viel Spaß beim Lesen und Mitdiskutieren.

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