Be smart, don’t start – gerade die Suchtprävention wollen die Bundesregierung und das Bundesministerium für Gesundheit fördern. Foto: Marie Fleur Borger / www.jugendfotos.de

Jahr für Jahr verfallen Tausende der Sucht nach Alkohol, Tabak oder Glücksspielen. Um das zu ändern, beschloss das Bundeskabinett diese Woche die „Nationale Strategie zur Sucht – und Drogenpolitik“.

Prävention, Therapie, Hilfe zum Ausstieg und die Bekämpfung der Drogenkriminalität – das sind die Kernelemente der Strategie zur Suchtbekämpfung der Bundesregierung. Nach Möglichkeit soll es gar nicht erst zu einer Sucht kommen.

Der beste Weg dafür ist die Suchtprävention nicht nur bei Jugendlichen, sondern auch bei deren Eltern. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans sagte: „Es kommt auch darauf an, die Erwachsenen mit Suchtprävention zu erreichen, zum Beispiel in den Betrieben und im Krankenhaus." Auf die Risiken für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene soll möglichst früh aufmerksam gemacht werden.

Aber auch immer mehr Ältere sind abhängig: Bei ihnen geht es häufig um Alkohol- und Medikamentenmissbrauch. Hinzu kommt, dass in letzter Zeit auch neue Suchtquellen aufgetaucht sind. Vor allem der exzessive Konsum digitaler Medien, zum Beispiel von Computerspielen,  stellt die Suchtpolitik vor neuen Herausforderungen.  Auch das Modephänomen der „legal highs“ bereitet zunehmend Sorgen. Hierbei werden psychoaktive Wirkstoffe aus legalen Substanzen wie etwa Badesalzen dazu genutzt, um sich einen „Kick“ zu holen. Viele  junge Menschen mischen gleich mehrere Produkte gleichzeitig – eine besonders große Gefahr.

Wer seine Sucht erkennt, einsieht und sich helfen lässt, kann nach dem Ausstieg wieder völlig neue Lebensperspektiven gewinnen. Das Hauptziel der Nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik“ ist es, Süchtigen den Ausstieg zu ermöglichen. Drogenbeauftragte Dyckmans bringt es auf den Punkt: „Der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen steht bei unseren Aktivitäten im Mittelpunkt, nicht seine Abhängigkeit".

Ihr wollt euch über den verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol, Drogen, Spielen und allem anderen, was süchtig machen kann, informieren? Mehr zum Thema findet ihr auf www.skoll.de. Genauere Informationen zur Nationalen Strategie gibt es auf den Seiten der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.

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