Ob 68er, Occupy-Bewegungen oder Generation Praktikum: Über Jugendbewegungen wird viel gerätselt und theoretisiert. Autorin Anne Juliane, 20, wirft einen Blick zurück: Wann jugendliche Rock'n'Roll-Fans die ganze Gesellschaft verunsicherten und welches Etikett uns heutzutage aufgedrückt wird, erfahrt ihr in der Bildergalerie.

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Halbstarke. Foto: Picture Alliance
Halbstarke - Rock'n'Roll, Coca-Cola, Jeans – Mitte der biederen 1950er Jahre tritt die amerikanische Kultur ihren Siegeszug in Deutschland an. Die breite Bevölkerung war geschockt von Kleidung, Stil und Musik, mit denen Jugendliche in die Öffentlichkeit traten. Als solche Schreckgespenster galten dem braven Bürger die sogenannten „Halbstarken“, junge Männer in Lederjacke und Jeans, die Elvis Presley hörten und auf ihren Mopeds durch die Straßen knatterten. Als es zudem noch zu Krawallen bei Rock'n'Roll-Konzerten kam, befürchteten viele Erwachsene, eine Generation von Kriminellen würde heranwachsen. Nur eine Minderheit der Jugendlichen waren Halbstarke. Mit ihrem Stil prägten sie aber auch die anderen, die ihn in abgeschwächter Form übernahmen.

Kommentare

Couplands Buch war der Zeitgeiste einer Epoche, und erklärt viel über wie junge Leute sich damals fühlte. Viele von uns waren gerade mit High School fertig und mussten Xmal Stunden arbeiten, einfach eine Bleibe und fürs Studium bezahlen. In Deutschland ist es viel besser, weil man nicht so viel für die Uni ausgeben muss. Vollzeit arbeiten und gleichzeitig vollzeit studieren ist eine Schande, aber so war es in den 90ern; heutezutage ist es viel schlimmer in den USA, weil es unmöglich fürs Studium zu bezahlen ist, außerdem wenn Studenten viel Geld borgen und ,,Schlepparbeit'' finden könnten. In den 90ern gab es wenige Sicherheit und auch heute....Amerika ist jetzt ein Land mit bloß zwei Klassen--arm und reich. Heute bin ich Deutschlehrerin bei einer High School in Denver, Colorado, und versuche den Schülern zu erklären genau wie wichtig es ist, dass sie sich in die Politik einmischen--sonst gäbe es keine Chance in der Zukunft für normale Menschen. Ich fühle mich, dass Coplands Buch noch heutezutage ganz wichtig ist, weil nicht nur die Jugendliche sondern auch 40-jährige Menschen sich hoffnungslos fühlen. Viel Geld vom Ausbildungssystem gibt's nicht mehr, und immer weniger Schüler haben genug zu essen, keine richtige Bleibe (4 Personen in einer Studio-Wohnung), und müssen diese McJobs für ,,minimum wage'' arbeiten--sie sehen keine Möglichkeit um zu studieren, um aus der Armheit zu steigen. Das Buch ,,Nickled and Dimed--on how not getting by in America'' erklärt alles über die ,,working poor''--Leute, die vollzeit bei Walmart oder im Restaurant arbeiten, aber müssen oft 7 Tag der Woche arbeiten, und könnten kein Pfennig sparen. Es gibt keine Punk-bewegung, wie als ich in der Schule war, aber mindestens gibt es die ,,Occupy Wall Street'' Bewegung. Leider interessieren sich junge Leute in Amerika nicht für die Politik, sondern nur für materialistischen Sachen. Es ist nicht bis sie in die Wirklichkeit als Studenten und Arbeiter treten, dass sie plötzlich aufwachen werden.

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