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Schon als Schülerin entdeckt sie ihre große Begeisterung für Sprachen. Auf dem „Liceo Linguistico“, einem sprachlich orientierten Gymnasium in Italien, lernt sie Latein, Englisch, Französisch und Deutsch. Mit 14 Jahren sieht Paola während eines Besuches beim Europäischen Parlament erstmals Dolmetscher im Einsatz. „Das war wirklich wunderbar“, schwärmt sie heute noch.
Danach war es um sie geschehen. Sofort nach dem Abitur geht Paola für ein Jahr als Au-Pair-Mädchen ins Ausland, weil sie etwas Pause machen möchte und ihre Deutschkenntnisse perfektionieren will. „Ich bin in Italien zu einer Agentur gegangen, die Au-Pair-Aufenthalte vermittelt, und habe ihnen gesagt, ich möchte am liebsten in eine große Stadt wie Berlin oder München“. Letzten Endes wird daraus Herrsching am Ammersee. Doch Paola denkt gerne an die Zeit zurück und mit der Familie hat sie immer noch Kontakt.
Zurück in Italien beginnt sie an der Universität Mailand einen Studiengang für Übersetzer und Dolmetscher. Mit dem Erasmus-Programm kommt sie für ein Auslandssemester zurück nach Deutschland. Es gefällt ihr so gut, dass sie bleibt. „Einige fragen mich immer, warum bist du nach Deutschland gekommen, hier fehlt doch die Sonne! Aber die Freunde, die ich hier gefunden habe, sind inzwischen wie meine Familie.“ Momentan besucht Paola das vierte und damit letzte Semester des Masterstudiengangs Konferenzdolmetschen an der Hochschule für Angewandte Sprachen München. Staatlich geprüfte Übersetzerin und Dolmetscherin ist sie bereits.
Immer auf dem Laufenden
Bei einem Vollzeitstudium zur Dolmetscherin bleibt nicht viel Freizeit. Nach dem Unterricht muss Paola das Gelernte vertiefen, neue Vokabeln lernen und ihre Übungen nachbereiten. Doch damit ist es nicht getan: Eine Dolmetscherin muss sich in verschiedenen Bereichen auskennen, sich fachspezifisches Wissen aneignen und mit der Kultur des jeweiligen Landes auseinandersetzen. Ohne all das kommt sie nicht weit. Politische Reden zum Beispiel sind meistens voll von Wortspielen und Hinweisen, die man nicht eins zu eins in die andere Sprache übertragen kann.
Übung ist für das Dolmetschen das Wichtigste überhaupt. Im letzten Semester kommt nicht übermäßig viel Neues hinzu, das Übersetzen wird verbessert und verfeinert. Gelernt wird zu Hause. Das Schöne am Beruf ist, dass man immer wieder neue Bereiche entdecken kann. Paola hat zum Beispiel eine Zeit lang für eine Kosmetikfirma gearbeitet. Ohne ihr Studium hätte sie sich nie so intensiv damit auseinandergesetzt. Ein Dolmetscher muss außerdem immer auf dem Laufenden über das Weltgeschehen bleiben. In einer Konferenz oder in einem Gespräch kann immer wieder eine Bemerkung vorkommen, die mit aktuellen Ereignissen zu tun hat. „Das Gehirn muss immer aktiv sein, du bist andauernd gezwungen mitzudenken. Ich bewundere es auch, wenn man so mit der Sprache spielen und Witze oder kulturspezifische Elemente übertragen kann, wie meine Lehrer, die wirklich sehr gut sind!“, sagt sie. „Da muss man auch Fantasie haben!“
Normalerweise bekommt ein Dolmetscher vor dem Anfang einer Rede etwa 20 Minuten Zeit, um sich vorzubereiten. Währenddessen kann er sich Notizen machen und übersetzt dann, während der Rede, alles in die andere Sprache. Dies nennt sich Konsekutivdolmetschen. Was beim Simultandolmetschen, dem Vermitteln zwischen zwei Gesprächspartnern, immer wieder passieren kann, ist, dass der Dolmetscher die Sprachen vertauscht. „Dann fängt man plötzlich an, mit dem Italiener deutsch zu reden und umgekehrt… In der Praxis helfen die Leute dann dem Dolmetscher, es wird gelacht und man macht weiter.“
Den eigenen Weg finden
Momentan bereitet sich Paola auf die Abschlussprüfung im Juli vor. Im Sommer muss sie außerdem eine Masterarbeit schreiben, über die dann auch eine mündliche Prüfung stattfinden wird. Die praktische Prüfung, bei der sie dolmetschen muss, ist öffentlich und findet vor einer Kommission statt. Im Publikum sitzen oft auch Vertreter europäischer Institutionen. Paola meint: „Das wäre natürlich toll, wenn ich da gleich ein Jobangebot bekommen würde!“ Ihr Traum ist es, später einmal für die Europäische Union, im Parlament, Gerichtshof oder in der Kommission, arbeiten zu können. Das wäre dann ein sicherer Job. Sonst müsste sie sich auf dem freien Markt selbstständig machen.
Joberfahrungen hat sie schon viele gesammelt. Dreimal hat sie bereits eine Woche an der Europäischen Akademie Otzenhausen während eines trinationalen Treffens zwischen italienischen, französischen und deutschen Jugendlichen gedolmetscht. Durch Workshops, Gruppenarbeit und Vorträge sollen die Jugendlichen dort für das Thema Europa sensibilisiert werden. „Das ist für sie wirklich sehr interessant, weil sie sonst nicht die Möglichkeit haben, sich damit zu konfrontieren und gemeinsam über Themen wie europäische Werte, Einwanderung und solche Probleme zu diskutieren“, meint Paola.
„Es gibt nicht so wahnsinnig viele Dolmetscher, trotzdem muss man seinen Weg finden“, meint Paola. Sehr viel hängt auch von der Art der Sprache ab. Mit Italienisch, Deutsch, Englisch und als Zusatzsprache Französisch fährt sie sicherlich nicht schlecht, da viele Handelsbeziehungen gerade zwischen Italien und Bayern bestehen. Natürlich spielen Kontakte eine sehr große Rolle. „Wenn mich jemand gerne zum Dolmetschen in die Kabine nimmt und dann weiterempfiehlt, ist das natürlich optimal“. Auf jeden Fall gibt es einige Möglichkeiten, und auch im Ausland stehen Paola viele Türen offen. Später möchte Paola auch gerne viel reisen. Verständigungsprobleme wird sie wohl in den seltensten Fällen bekommen.
Die durch den Wald streift
Am Waldrand wächst ein dürrer Strauch mit roten Beeren. Silvia Knöfel zupft daran und sagt: „Hier finden die Vögel auch im Winter Futter“. Die junge Försterin steht breitbeinig im Schnee, auf dem Kopf den grünen Filzhut, um den Oberkörper hat sie sich die Hundeleine gewickelt. Sie sieht die Straße hinunter, runzelt kurz die Stirn - und knickt dann einen Zweig ab, der zu weit hervor ragt. „Damit sich kein Radfahrer was tut“, erklärt sie und streicht eine schwarze Haarsträhne zurück. In ihrem Wald sollen sich alle wohl fühlen.
Ein Landei in Berlin
Altes bewahren
Hier geht es aber eher um ein zärtliches Anpacken, denn die Restauratoren haben es oft mit einmaligen und unwiederbringlichen Objekten zu tun.
„Das Grundziel des Restaurators ist die Bewahrung des kulturellen Erbes für die Nachwelt“, erzählt Laura Resenberg. Das heißt, es geht nicht darum, das jeweilige Objekt wieder schön oder wieder neu zu machen, sondern wirklich ums Bewahren als Grundfunktion des Restaurierens. »
Geschulter Blick für gutes Mehl
Ein riesengroßer Krach lässt sich in der Mühle vernehmen. Erzeugt wird er von mehreren Walzen und Plansichtern – Geräte zur Trennung der Kornbestandteile - , die verschiedene Getreide zu Grieß und Mehl verarbeiten. Während seines Kontrollrundgangs prüft Willy Nonnenmacher in der Mühle ständig die Qualität der Erzeugnisse. Am Plansichter dauert seine Kontrolle nun etwas länger. Er überprüft, ob noch alle Siebe und Bürsten zuverlässig arbeiten. Willy Nonnenmacher ist schon seit vielen Jahren Müllermeister und setzt die Tradition seiner Familie in der dritten Generation fort. Sein Sohn macht gerade den Müllermeister, um in seine Fußstapfen zu treten. »













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