Die Bundeswehr ist einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Zur Bundeswehr gehören die Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland und die Wehrverwaltung. Insgesamt arbeiten rund 320.000 Menschen in Stützpunkten und Ämtern, die aufs gesamte Land verteilt sind. Ein Viertel davon ist ziviles Personal. Schekker-Autor Gerrit stellt euch ein paar der Berufe vor, die ihr vielleicht nicht unbedingt mit der Bundeswehr in Verbindung bringen würdet.
Schrauben, Messen, Prüfen – Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Blaumann statt Uniform
Foto: Bundeswehr / Rott
Ob Wasserleitung oder Klimaanlage, ob Badewanne oder Duschkabine – die Anlagenmechaniker der Bundeswehr tauschen Uniform gegen Blaumann und sind für die gesamte Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik verantwortlich. Außerdem planen und installieren sie Solaranlagen. Neben fachlichem Wissen lernen die Auszubildenden vor allem, Arbeitsabläufe zu planen und wie man mit Kunden umgeht. Wer also beim Bund einen Blaumann tragen will, kann an insgesamt sechs Standorten Deutschlands eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker machen, die dreieinhalb Jahre dauert.
Hier gibt es mehr Infos zur Ausbildung zum Anlagenmechaniker.
Sag Ah! – Zahnmedizinische Fachangestellte
Auch ein Soldat kann mal das Zähneputzen vergessen. Wenn Karies und Baktus am Werk sind, hilft nur einer: der Zahnarzt der Bundeswehr. Der mag so manchem Soldaten mehr Angst machen als der Anblick eines Maschinengewehrs, aber gibt es ja nette Assistenten, die auch mal die Hand halten, wenn es schmerzhaft wird. Die Zahnmedizinischen Fachangestellten bei der Bundeswehr werden genauso eingesetzt wie in jeder anderen Praxis auch: Sie betreuen die uniformierten Patienten, sorgen vor, während und nach der Behandlung für Sauberkeit, tragen alles in Akten ein und planen nicht zuletzt weitere Termine. All das lernen sie in drei Jahren Ausbildungszeit.
Hier findet ihr mehr Infos zur Ausbildung zum Zahnmedizinischen Fachangestellten.
Retten, Löschen, Bergen, Schützen – die Feuerwehr
Die Bundeswehr arbeitet mit gefährlichen Gütern – Mensch und Material wollen gut geschützt sein. Je nach Einsatzort variieren die Aufgaben der Bundeswehrfeuerwehr: Lebensrettung, Gebäude-, Wald- oder Schiffsbrandbekämpfung sind keine Fremdworte für die Feuerwehrmänner und -frauen. Aber auch technische Hilfeleistungen und Katastropheneinsätze gehören dazu. Damit das alles gut geht, werden sie ständig in Übungen trainiert und der Kontakt zu örtlichen Feuerwehreinheiten gepflegt. Nach einer Auswahlprüfung dauert die Ausbildung 18 Monate.
Hier findet ihr mehr Infos zu den Aufgaben der Feuerwehr bei der Bundeswehr.
Mit Topf und Pfanne – Koch
Auch Soldaten wollen gut essen. Foto: Bundeswehr / Rott / Michael MandtDie Köche bei der Bundeswehr sorgen dafür, dass es den Soldaten schmeckt wie bei Muttern daheim. Wie in jeder anderen Küche richten sich die Aufgaben sowohl nach der Größe der Küche als auch nach der Gästezahl. Und so heißt es entweder selbst kochen, braten, backen oder eben vorbereiten, zuarbeiten, Beilagen und Salate machen. Außerdem müssen Arbeitsabläufe und Besorgungen geplant, Preise kalkuliert und nicht zuletzt auch die Gäste beraten werden. Auch diese Ausbildung
erstreckt sich über drei Jahre Ausbildungszeit.
Hier findet ihr mehr Infos zur Ausbildung zum Koch.
In Freuds Fußstapfen – Truppenpsychologen
Manchmal ist das, was Soldaten erleben, nicht einfach zu verarbeiten. Dann helfen ihnen die Truppenpsychologen in der Bundeswehr. Sie bereiten die Soldaten außerdem auf Auslandseinsätze vor und begleiten ihre Angehörigen durch die Zeit der Abwesenheit der Soldaten. Nach der Rückkehr nach Deutschland helfen Truppenpsychologen außerdem bei der Nachbereitung und im Zweifel bei der Traumaverarbeitung. Leider gehört auch die Trauerarbeit zu den Aufgaben der Psychologen.
Hier findet ihr mehr Infos zu den Aufgaben des Truppenpsychologen.
Kreativwerkstatt – Mediengestalter Bild/Ton

Licht, Kamera an und ab auf Youtube
Foto: Bundeswehr / Wilke
Youtube lässt grüßen! Doch nicht erst, seitdem die Bundeswehr mit ihrem eigenen Konto auf dem Videoportal auf sich aufmerksam macht, braucht es Menschen, die Bild- und Tonmedien von der Truppe gestalten. Denn die Bundeswehr macht über viele Kanäle auf sich aufmerksam. Die Mediengestalter der Bundeswehr kümmern sich bewaffnet mit Mikrofonen, Kameras, Schnittgeräten und Mischpulten um Bild und Ton der Produktionen. Rückendeckung bekommen sie dabei von Regisseuren und Kameraleuten, etwa bei Außenübertragungen. Darüber hinaus beschaffen und sichten sie Material aus Archiven, das sie bearbeiten. Die Ausbildung zum Mediengestalter Bild/Ton bei der Bundeswehr dauert drei Jahre.
Hier findet ihr mehr Infos zur Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton.
Sägen, Hobeln, Schleifen – Tischler

Reperaturen stehen immer wieder auf dem Plan
Foto: Bundeswehr / Elbern
Da möchte man fast romantisch werden! Bei der Bundeswehr gibt es auch Tischler. Die sägen, hobeln und schleifen. Die Tischler der Bundeswehr gehen den gleichen Arbeiten nach wie ihre zivilen Kollegen: Sie montieren Fenster-, Treppen- und Türmontagen sowie Einbaumöbel oder Wandverkleidungen. Und von Zeit zu Zeit dürfen sie auch eine Antiquität restaurieren. Dafür gehen sie drei Jahre in Lehre.
Hier findet ihr mehr Infos zur Ausbildung zum Tischler.
Hochgestapelt – Fachlageristen
Wie gefährlich oder ungefährlich auch immer die Güter sein mögen, mit denen man zu tun hat, sie müssen gelagert werden – denn auch das kann gefährlich werden, wenn es nicht richtig gemacht wird. Dass bei der Lagerung nichts schief geht, darum kümmern sich bei der Bundeswehr Fachlageristen. Sie überprüfen Art, Menge und Beschaffenheit der Lieferungen, um sie anschließend katalogisieren und pflegen zu können. Genau so verteilen sie Waren, verpacken und verschicken sie. Und dürfen auch mal Gabelstapler fahren. In zwei Jahren Ausbildung ist auch dafür etwas Zeit.
Hier findet ihr mehr Infos zur Ausbildung zum Fachlageristen.
Zurechtgestutzt – Gärtner
Wer bei der Bundeswehr nur an Biwak und schwere Gerätschaften denkt, liegt falsch. Auch Umwelt und Natur schützt und pflegt sie. Der Garten- und Landschaftsbau dreht sich um alle Formen von Grün, die man sich denken kann: Bäume, Büsche und Blumen für Außenanlagen, Gärten, Parks, Spielplätze oder auch Dächer. Außerdem legen die Gärtner Biotope an oder arbeiten am Rückbau von Mülldeponien mit. Nach dreijähriger Ausbildung ist der grüne Daumen garantiert.
Hier findet ihr mehr Infos zur Ausbildung zum Gärtner.
Sitz! Platz! Gib Pfötchen! – Tierpfleger

Rettung auf vier Pfoten und zwei Beinen.
Foto: Bundeswehr / Elbern
Die Hundestaffel der Bundeswehr muss natürlich viel mehr können als die drei Standardbefehle Sitz!, Platz! und Gib Pfötchen! Vom Erschnüffeln von Sprengstoffen und Rauschgiften bis hin zum Retten Verwundeter aus unwegsamem Gelände steht alles auf der Tagesordnung eines Vierbeiners bei der Bundeswehr. Dementsprechend bildet die Bundeswehr Tiertrainer und Tierpfleger aus. Zu den Aufgabengebieten dieser Zweibeiner gehört das Reinigen von Ställen, Käfigen und Freigehegen und die Unterstützung des Tierarztes auf der Krankenstation. Drei Jahre Ausbildungszeit braucht es für den Bundeswehr-Tierpfleger.
Hier findet ihr mehr Infos zur Ausbildung zum Bundeswehr-Tierpfleger.



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