Dass die bayrische Landeshauptstadt ursprünglich eine kleine Mönchsniederlassung war ist nur wenigen bekannt. Viel eher bringt man München mit dem Oktoberfest in Verbindung, zu dem jedes Jahr tausende Besucher strömen. Dass die drittgrößte Stadt Deutschlands auch eine ganz sportliche Seite hat, beweist nicht nur der „FC Bayern München“. Ob Motorsport, Surfen oder Radfahren – hier ist alles möglich.
FC Bayern - roter Stern des Südens
Das Jahr 2010 war für den Rekordmeister des deutschen Fußballs ein überaus erfolgreiches Jahr. Der Höhepunkt: „Die Roten“ wurden Deutscher Meister 2010! Das freute nicht nur Trainer van Gaal.
Ganz München war plötzlich auf den Straßen, lachte, tanzte, feierte, als am 1. Mai nach dem entscheidenden Sieg gegen Bochum klar war: Dem FC Bayern ist die „Siegerscheibe“ nicht mehr zu nehmen. Und das zum 22. Mal. In diesem Jahr gelang aber sogar das „Double“: neben der Meisterschaft gewannen die Bayern auch den deutschen Pokal. Und fast hätten sie auch noch die Champions League gewonnen. Sie kamen bis ins Finale, unterlagen dort aber Inter Mailand. Früher spielte der Verein im „Olympiastadion“, seit 2005 wird im neuen Fußball-Tempel gespielt, der Allianz Arena. 69.000 Zuschauer finden im Stadion Platz, das auch aus der Ferne gut zu erkennen ist; besonders in der Nacht: dann leuchtet die ganze Arena. Natürlich Rot.
"The games must go on!"

Das Zeltdach des Olympiastadions, Foto: Nagy Presseamt München
Die Olympiade 1972 in München wurde von einem Attentat überschattet – der Ermordung zweier israelischer Athleten und der Geiselnahme neun weiterer israelischer Sportler.
Die 20. Olympischen Sommerspiele hatten friedlich begonnen, alles schien gut zu laufen. Dass am 5. September ein folgenschweres Attentat die Stimmung drücken sollte, konnte niemand ahnen. Acht Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation „Schwarzer September“ überwältigten elf israelische Delegationsmitglieder und nahmen diese als Geiseln. Dabei kamen zwei der Geiseln um. Die Forderungen der Terroristen, 232 inhaftierte Palästinenser sowie die zwei RAF-Mitglieder Baader und Meinhof freizulassen, wurden abgelehnt. Nach dem gescheiterten Befreiungsversuch, bei dem alle anderen Geißeln, fünf Terroristen und ein Polizist getötet wurden, unterbrach man die Spiele für einen Tag. Danach führte IOC-Präsident Brundage sie mit dem berühmten Satz „The games must go on!“ fort. Einige Sportler waren trotzdem vorzeitig abgereist.
Mobile Sportlichkeit

Architektonisches Meisterwerk: Das BMW-Museum, Foto: Nagy Presseamt München
BMWs in München? Nichts außergewöhnliches. Das BMW-Museum jedoch begeistert nicht nur die Fans der Automarke, sondern zum Beispiel auch Architekturfans.
Wofür das BMW-Museum in München steht? Für Mobilität verbunden mit Sportlichkeit, Eleganz, Dynamik und Leidenschaft. Seit 1972 bietet das Museum Einblick in die Geschichte der Automarke und zieht seit dem spektakulären Neubau 2008 besonders viele Besucher an. Egal ob Design, technische Innovation oder Motorsport, das Museum beleuchtet auf 5.000 Quadratmetern eindrucksvoll alles rund ums Thema Mobilität. Die Krönung sind 125 der bedeutendsten und attraktivsten Originalmodelle – vom kleinen Zweisitzer bis zum sportlichen Flitzer.
Auf die Welle, fertig, los!

Surfer auf dem Eisbach, Foto: Birgit, pixelio.de
Wellenreiten mitten in der Stadt? München beweist: es muss nicht immer das Meer sein.
Wenn es etwas gibt, auf das die Münchner Wasserratten stolz sind, dann ist das der Eisbach. Eine Steinstufe an der Austrittsstelle des sehr wasserreichen und schnell fließenden Eisbaches erzeugt eine etwa einen halben Meter hohe Welle. Umgangssprachlich „stehende Welle“ genannt ist die Stromschnelle besonders an warmen Sommertagen die Attraktion des Englischen Gartens. Und das, obwohl Surfen und Baden im Eisbach wegen Unfallgefahr verboten war. Geduldet hat man Surfer und Schwimmer trotzdem. Nach Aktionen wie „Save the Wave“ wurde im April 2010 bekannt, dass die Stadt das Grundstück gekauft hat, um das Wellenreiten nun offiziell zu erlauben.
Ein bisschen Frieden

Das Siegestor, gesehen von der Universität, Foto: Nagy Presseamt München
Repräsentiert die Prachtstraße beim Siegestor Münchens Spießer-Image? „Blödsinn“, meint ein Politikstudent der Ludwig-Maximilian-Uni ganz in der Nähe, „hier tummelt sich höchstens ein bunter Haufen friedlicher Studenten.“
Man schrieb das Jahr 1840, als Ludwig I. seinem Architekten Friedrich von Gärtner den Auftrag erteilte, ein Siegestor als Abschluss seiner Prachtstraße zu entwerfen. Vorbild sollte der Konstantinbogen in Rom sein. Oben auf dem Triumphbogen thront die weibliche Symbolgestalt Bayerns: Bavaria. Während sie 1852 noch auf Wiesen und Felder blickte - „dem bayrischen Heere“ entgegen, wie die Inschrift auf der Nordseite verrät - so blickt sie heute auf eine von Bäumen gesäumte Hauptstraße – und jede Menge Studenten. Mit dem Aufbau nach dem zweiten Weltkrieg erhielt das zerstörte Siegestor eine neue Inschrift auf der Südseite: „Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend“ - seither präsentiert das Siegestor den Frieden.
Greencity - aktiv im Grünen

Stadt im Grünen, Foto: Nagy Presseamt München
In München gibt’s nur Golfer? Falsch. Die grüne Lunge Münchens zeigt: jeder kann aktiv werden. Englischer Garten, Luitpoldpark, Olympiapark - an warmen Sommertagen ist besonders viel los.
Egal ob Surfen und Schwimmen im Eisbach, Kicken auf Bolzplätzen, Volleyball, Joggen, Fitnessparcours, Skaten, Hochseilgarten oder Rad fahren – München ist sportlich. Bei regelmäßig stattfindenden Blade Nights sind sogar ganze Scharen in abgesperrten Straßen auf Skates unterwegs. Mit rund 700 km gekennzeichneten Radwegen und rund 22.000 Radständern bietet die Stadt zudem erstklassige Infrastruktur für Radfahrer. Mit dem Ziel, das Radverkehrsaufkommen bis 2015 um 20 Prozent zu steigern und Initiativen wie „München sucht den Radlstar“ will die bayrische Landeshauptstadt Fahrradmetropole Nr. 1 werden.
Sport + Spiel = Spaß

Ein Fahrrad für Querschnittsgelähmte., Foto: Querschnitt, pixelio.de
Solidarität kann richtig Spaß machen. Vor allem, wenn jeder mitmachen kann. München zeigt: Sport macht es möglich.
„Sport überwindet Grenzen, fördert die persönliche Entwicklung, stärkt das Selbstvertrauen und vermittelt Werte wie Respekt und Toleranz im Umgang mit Anderen“, sagt das Sportamt München und fördert die Integration von Menschen mit Behinderung durch Sport. Denn jeder soll die Möglichkeit haben in das Freizeit- und Sportangebot Münchens mit einbezogen zu werden. Initiativen wie „Sport verbindet Menschen mit und ohne Handicap“ oder „Gemeinsam Sport – Gemeinsam Spaß“ beweisen: Hier kann jeder Sportler sein.



der Rubrik Weitblick



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