Von ganz unten nach ganz vorn: Die Geschichte des Junkies Andreas, der zum Ironman wurde. Ein tragischer Film von Adnan G. Köse.
„Ey Mann, soviel Stress für das bisschen Spaß?, das kannst du auch leichter haben“ Das würde Andreas Freund Motte zum Ironman auf Hawai am Ende des Films sagen. Doch er starb an seiner Heroinsucht.
Die Achtziger. Vor der grauen Kulisse des Ruhrgebiets lebt Andreas, gespielt von Max Riemelt, mit seiner Clique. Die vier Jungs verbindet ein ganz spezielles Lebensgefühl: Sie genießen die „Zeit ihres Lebens“, jagen ständig und grenzenlos dem nächsten Kick hinterher. Finanziert wird das durch Diebstähle. Doch Andreas Ehe mit Sabine, mehrere Drogentote, Neurosen und Verstrickungen in Kriminalität trennen die Freunde. Andreas Familienidylle hält nicht lange an, und er versinkt noch tiefer in seiner Heroinsucht. Nach einem Selbstmordversuch und abgebrochener Therapie bündelt er all seine Kraft und tauscht Heroin gegen Endorphin. Er verschreibt sich dem Sport und wird Triathlet.
Endorphin statt Heroin
Mit Hilfe seines „Coaches“, dargestellt von Uwe Ochsenknecht, gelingt es ihm, seine Wut und Energie nicht mehr in Selbstzerstörung sondern in sportliche Höchstleistung zu wandeln. Sie gipfelt im Ironman auf Hawai, dem „Nonplusultra“ jedes Triathleten.
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Die Grundlage des Films bildet die Biographie des Ausnahmetriathleten und ehemaligen Junkies Andreas Niedrig.
Ein wenig großzügig spielt Adnan Köse in seinem 2008 erschienen Debüt schon mit den Klischees, aber die Geschichte ist derart unglaublich und schön, dass sie fast schon kitschig sein muss. Die Kraft, die Andreas aufbringt, verleiht diesem Antidrogenfilm eine zutiefst optimistische Botschaft.
„Wer sagt, dass das Leben immer leicht sein muss?“
Laut Andreas kommt es im Leben darauf an, „in Bewegung zu bleiben, zu leben“. Die vielen Hochs und Tiefs wirken anstrengend und fordern die emotionale Stabilität des Zuschauers. Sie machen den Film aber auch zu einem Film, der Mut macht, zu einem sehenswerten Plädoyer für das wahrhaftige Leben.
Adnan G. Köse: „Lauf um dein Leben“
Kinowelt, 11,90€






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