Axel Köhn
Axel Köhn Foto: privat

Parteitag, Erdbeben oder Volksfest: Es gibt immer etwas zu berichten. Und genau dazu ist Axel Köhn, Journalist beim MDR, da. Er ist derjenige, der Tag für Tag quer durch Sachsen fährt und damit für das Nachrichtenmagazin "Sachsenspiegel" berichtet. Dabei geht es immer um tagesaktuelle Nachrichten. Jeden Tag das Neueste berichten können und ganz nah an den Quellen sein- ein Traumjob? Für Axel Köhn ja.

Dafür geht es jeden Morgen um 9.00 Uhr in die Redaktion des "Sachsenspiegels". Dort nimmt sich Axel Köhn drei bis fünf verschiedene Zeitungen und liest das Wichtigste, immer nach dem Motto "Quergelesen". 9.30 Uhr dann geht es in die Redaktionssitzung. Dort wird zuerst die Sendung vom Vortag ausgewertet. Was war gut, was war schlecht? Nachdem alles genau unter die Lupe genommen wurde, geht es weiter zu den tagesaktuellen Themen, über die um 19 Uhr in der Sendung des Tages berichtet werden sollen.

Anschließend werden diese zwischen den "Sachsenspiegel" Journalisten aufgeteilt. Je nachdem, wie groß die Beiträge werden sollen, bekommen die Redakteure einen oder mehrere Themen zugeteilt. Dabei können die Drehorte in ganz Sachsen liegen. Sind sie mit ihrem Kamerateam – dazu gehören meist der Redakteur, ein Kameramann und ein Tonverantwortlicher - am Drehort angekommen, geht es auch gleich los.


Axel Köhn mal auf der anderen Seite
des Mikrofons. Foto: Frank Grätz

Der Journalist beginnt, Interviews zu führen, die wichtigsten Informationen zu sammeln, nach Wichtigkeit zu ordnen und anschließend einen kurzen Bericht der Lage zu drehen. Alles, damit der Fernsehzuschauer auf dem Laufenden bleibt. "Und genau dazu wird man auch immer Journalisten brauchen", ist sich Axel Köhn sicher. Wenn alles im Kasten ist, fährt das Team gegen 17.00 Uhr zurück zum Cut. Dort wird der Beitrag gemeinsam mit einem Cutter geschnitten und bearbeitet, so dass er um 19.00 Uhr ausgestrahlt werden kann.
 

Radio oder Fernsehen? Beides!


Danach ist Feierabend. Axel Köhn fährt nach Hause. Dort hört er dann auch oft noch Radio. Da hat er auch schon sehr lange gearbeitet. Was denn besser ist? Das kann er nicht genau sagen. „Jedes Medium hat seine Vor- und Nachteile. Beim Fernsehen kann man schön mit den Bildern arbeiten. Beim Radio macht genau das Fehlen von diesen den Reiz aus. Außerdem ist das Radio immer noch eines der schnellsten Medien überhaupt.“

Von neun Uhr bis 19 Uhr. Das sind zehn Stunden, in denen Axel Köhn täglich aufs Neue zeigen kann, was einen guten Journalisten ausmacht. Er ist Journalist aus Leidenschaft, das sieht man ihm an. Und das ist es auch, was er Jugendlichen als Botschaft mitgeben möchte. "Wenn man Spaß an einer Sache hat, dann soll man es auch machen", so seine Grundaussage zum Lieblingsjob.


Links zum Job

Der Deutsche Journalistenverband infomiert über nahezu alles, das mit dem Journalismus zu tun hat.

Beim Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger habt ihr eine Übersicht aller deutscher Zeitungen. Ergreift die Initiative und fragt nach einem Ferienpraktikum!

Welche Möglichkeiten habt ihr, um in den Journalismus einzusteigen? Auf dem diesem Link erfahrt ihr wichtige Informationen zu den verschiedenen Berufsfeldern

Bei der Internationalen Zeitschrift für Journalisten darf diskutiert werden. Anschauen und Mitmachen!
 

Axel Köhn hat nach seinem Zivildienst Journalismus studiert. Nicht etwa, weil ihm Deutsch oder Sprachen im Allgemeinen in der Schule so gut gefallen hätten. Nein, während seiner Schulzeit arbeitete er bei einem kleinen örtlichen Radiosender. Nach seinem Abschluss machte er ein Praktikum als Botschafter der sächsischen Wirtschaftsförderung in San Diego, USA. Er wollte einfach noch was anderes machen zwischen Studium und Arbeit. Anschließend ging er für sein Volontariat zum Nachrichtensender N24. Ein ziemlich klassischer Weg in den Journalismus. Eine eindeutige Prognose, wie denn der zukünftige Arbeitsmarkt für Journalisten aussieht, will er nicht abgeben. Klar, der Markt ist hart umkämpft, aber ist er das nicht eigentlich immer und überall? Wichtig ist vor allem eins: praktische Erfahrung sammeln.
 

Wunderbare Ungewissheit


Apropos Praxis: Auch einem professionellen Journalisten passieren Pannen. So ist es auch ihm schon passiert, dass er lange Interviews geführt hat und am Ende bemerkt hat, dass es mit der Aufnahme nicht geklappt hat. Das ist dann so ziemlich das Schrecklichste, was man sich vorstellen kann als Journalist. Das Schönste allerdings passiert ihm öfter, nämlich jeden Tag: "Ich mag meinen Job. Ich weiß morgens, wenn ich aufstehe oft nicht, was am Abend in der Sendung wirklich rauskommt." Wenn er von seinem Job spricht, hat er ein Leuchten in den Augen und man merkt, dass er das ernst meint. "Es ist diese wunderbare Art von Ungewissheit, die mich jeden Tag aufs Neue darin bestätigt, dass ich den richtigen Job habe".

Text: Elisabeth Graul und Laura Albus

 

 

Kommentare

Nöö SEHE ich nicht so
ist echt so

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