Immer wieder hören wir in den Nachrichten von Rechts-und Linksradikalen, Islamisten und ihren Aktionen. Aber inwiefern sind ganz normale Jugendliche von extremen Einstellungen betroffen? Schekker-Autorin Sarah hat sich umgehört.

Teaserfoto: Sarah Ashrafian

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Lisa, 17: Es gab mal einen Klassenkameraden von mir, der offensichtlich eine rechte Einstellung hatte. Als er neu in die Klasse kam, wussten das alle schon und er wurde von vornherein ausgegrenzt. Er wollte sich aber auch überhaupt nicht integrieren. Auf Klassenfahrten oder Ähnlichem, was ja die beste Möglichkeit ist, die Klasse kennen zu lernen, ist er nicht mitgekommen. Seine Begründung: er will in keiner Jugendherberge zusammen mit Ausländern schlafen.

Kommentare

Wie Deutschland reagieren würde, wenn fanatische Muslime versuchten, "auf offener Straße den Menschen ihren Glauben mithilfe des Korans näher zu bringen", kann man sich seit der Sarrazin-Debatte anschaulich vorstellen. Dass JUGENDLICHE so reagieren, finde ich nicht verwunderlich, sehr viel mehr hingegen, dass so junge Menschen angesprochen werden dürfen. Vielleicht würde bei einer Verfassungs- und Extremismusdebatte ja einmal mehr an das Grundrecht der negativen Religionsfreiheit gedacht, als an eine vermeintlich "offensichtliche" islamistische Einstellung. Besser noch wäre es, diese Debatte nicht schon in Jugendmedien mit einer über Sicherheit und Überwachung zu verknüpfen.

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