Schekker hat neun Bundesministerinnen und -minister gefragt, was für sie Gerechtigkeit bedeutet. Hier lest ihr die Antworten.
Teaserbild: Frank Grätz
Innenminister Thomas de Maizière:
„Gerecht zu empfinden, gehört für mich – im Einklang mit Klugheit,
Besonnenheit und Tapferkeit - zu dem Wesen eines guten Charakters. Nichts empört Menschen mehr, als wenn sie eine Situation oder eine Handlung als ungerecht empfinden. Ohne Gerechtigkeit kann der demokratische Rechts- und Verfassungsstaat nicht überleben, denn sie tariert die jeweiligen unterschiedlichen Interessen seiner Bürger aus. Ohne Anwendung des Gerechtigkeitsprinzips gerät das Verhältnis der Menschen, die jetzt leben, zu den nachfolgenden Generationen etwa in Bezug auf ökologische, finanz- und sozialpolitische Fragen in eine Schieflage. Deshalb muss jedes politische Handeln notwendigerweise auf der Grundlage eines Gerechtigkeitsdenkens erfolgen. Das Problem ist aber, dass nicht alle darin übereinstimmen, was in einer konkreten Situation gerecht ist. Deshalb gehört zur Gerechtigkeit auch die Debatte darum und die Toleranz, sein eigenes Gerechtigkeitsempfinden nicht absolut zu setzen.“
Foto: REGIERUNGonline/Chaperon




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