„Das ist doch viel zu kompliziert!“ So oder so ähnlich antworten viele auf die Frage, ob und wie sie im Alltag Energie sparen. Schekker-Autorin Alina hilft – mit elf kinderleichten Tipps und Tricks rund ums Energiesparen!
Stand-by? Einfach mal Abschalten!
Wusstet ihr, dass ein PC inklusive Monitor und Drucker im Stand-by-Modus innerhalb von 20 Stunden 10 Watt verbraucht? Würde man ihn stattdessen komplett ausschalten, könnte man so jeden Monat ungefähr 1,40 Euro einsparen. Aber selbst ein heruntergefahrener Computer verbraucht noch Strom. Beste Möglichkeit: Den Rechner samt Monitor und sonstigem Elektrokram an eine separate Steckdosenleiste anschließen – und mit einem Knopfdruck ist der Strom aus.
Gekonnt gekocht
Auch die Küche bietet viele Möglichkeiten, Energie zu sparen – und zwar ganz ohne Verzicht auf Leckereien. Wer beim Kochen und Braten den Deckel drauf lässt, spart bis zu einem Drittel der Energie. Es hilft übrigens auch, wenn man Töpfe und Pfannen benutzt, die genau auf die Herdplatte passen. Wasser- und Eierkocher sind effizienter als der übliche Kochtopf – und ruhig mal zum guten alten Schnellkochtopf greifen! Außerdem sollte man bei Elektroherden die Nachwärme nutzen: Fünf Minuten vor Ende der Kochzeit kann man den Herd guten Gewissens schon abstellen – das Essen wird trotzdem lecker und fertig. Und wer es sich zeitlich erlauben kann, sollte beim Backen aufs Vorheizen verzichten – damit verlängert sich die Backzeit.
Augen auf beim Kauf
Händler sind dazu verpflichtet, an Haushaltsgroßgeräten sowie Lampen ein Verbrauchskennzeichen anzubringen, auf dem die Energieeffizienz von A (sehr sparsam) bis G (extrem hoher Verbrauch) eingestuft wird. Bei Kühl- und Gefriergeräten wird noch einmal unterteilt in A, A+ und A++ – wobei A hier mittlerweile nur noch drittklassig ist. Genauere Informationen findet ihr unter www.eu-label.de.
Energiesparlampen verwenden – aber richtig!
Foto: Viktor Mildenberger / pixelio.de
Jaja, über ihr Licht wird immer wieder mal gemeckert – aber mit Energiesparlampen spart man etwa 80 Prozent Energie und damit auch Stromkosten. Alles im Vergleich mit herkömmlichen Glühlampen, versteht sich. Energiesparlampen sind zwar in der Anschaffung teurer, halten jedoch erheblich länger: Die durchschnittliche Lebensdauer ist mit zehn Jahren zehnmal höher als die ihrer weniger effizienten Verwandten. Da sie aber eine Aufwärmphase von bis zu zwei Minuten haben, ist es nicht sinnvoll, sie an Plätzen in die Fassung zu drehen, an denen das Licht nur kurz benötigt wird. Energiesparlampen im Kühlschrank sind also Quark. Wie man Energiesparlampen richtig gegen Glühbirnen eintauscht und wie man sie entsorgt, erfahrt ihr unter www.energiespar-lampen.de.
Mit dem Heizen geizen
Wer heizt nicht schon gerne abends einmal das Bad vor? Oder schafft sich im Winter tropische Temperaturen in der Wohnung? Die optimale Raumtemperatur im Wohnbereich liegt bei 20 Grad, im Schlafzimmer reichen sogar 17 Grad für einen gesunden Schlaf. Und die Moral von der Geschicht': Die Heizung ruhig mal ein wenig runter stellen! Mit jedem Grad weniger spart ihr sechs Prozent Heizenergie.
Nicht kippe(l)n
Mama hat's schon gewusst: Gekippte Fenster sorgen kaum für Luftaustausch, sondern lassen nur die Wärme nach draußen. Vor allem während der kalten Jahreszeit, wenn Heizungen zu Hochform auflaufen, gilt: kurz und kräftig stoßlüften. Hier eine kurze Anleitung, wie genau dieses legendäre Stoßlüften funktioniert: Heizung runter, Fenster auf. Und zwar ganz und gar, und das für vier bis zehn Minuten. Danach: Fenster zu, Heizung rauf. Am besten mehrmals täglich – je nachdem, wie intensiv ihr den Raum nutzt.
Ab unter die Dusche!
Ein Vollbad verbraucht ca. 120 Liter – damit könnte man, wenn man sich nicht stundenlang unters Wasser stellt, etwa dreimal duschen gehen. Mit 39 Prozent der Energieausgaben eines durchschnittlichen Haushalts liegen die Kosten für Heizung und Warmwasser mit vier Prozent weniger nur knapp hinter den Energiekosten für ein Auto. Und für diejenigen, die nicht auf langes und ausgiebiges Duschen verzichten können, hilft ein guter Wasserspar-Duschkopf.
Schonend waschen
Faustregel: Je niedriger die Waschtemperatur, desto geringer der Stromverbrauch. Oft ist eine 90°C-Wäsche nicht nötig – sauber wird’s nämlich auch bei 60°C. Noch besser ist es natürlich, nur dann zu waschen, wenn es wirklich nötig ist. Klingt, als wüsste es jeder? Warum werden dann im Durchschnitt nur 80 Prozent der Waschmaschinenkapazität genutzt?
Clever kühlen
Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen etwa ein Fünftel des Stromes im gesamten Haushalt. Damit das nicht noch schlimmer wird, sollte man die Tür immer nur kurz öffnen und die Temperatur nicht zu tief einstellen - 6 bis 8 Grad genügen. Gefriertruhen gehören in den Keller, wo die Umgebungstemperatur am niedrigsten ist. Rein darf das Essen übrigens erst, wenn es an der Luft abgekühlt ist – und vor dem Urlaub sollte man Kühlschränke und Gefriertruhen komplett ausschalten. Vorher abtauen, bitte.
Der Letzte macht das Licht aus
Und zum Schluss der letzte und billigste Energiespartrick von allen – der Klassiker, gewissermaßen: Nach dem Verlassen des Raumes Licht ausschalten!! Klar, hat jeder schon mal gehört. Aber dass bei Sonnenlicht überhaupt kein künstliches Licht sein muss und mehr als eine strombetriebene Lichtquelle auch nicht notwendig ist, dieses Wissen ist schon weniger verbreitet. Ähnliches gilt übrigens auch für den Wasserhahn: Beim Zähneputzen muss er nicht laufen. Auch beim Einseifen unter der Dusche kann das Wasser ruhig `ne Pause machen.
Sparen beim Fahren
Treibstoff ist gerade nicht nur teuer wie selten, sondern schädigt außerdem die Umwelt. Am besten bereits beim Kauf auf den Spritverbrauch des Autos achten! Vor dem Losfahren gilt: Den Reifendruck prüfen, da man mit platten Reifen mehr Sprit benötigt. Für unnötigen Ballast – zum Beispiel im Kofferraum – gilt: Vor Beginn der Fahrt nachschauen, was raus kann – und dann weg damit! Beim Fahren selbst immer frühzeitig hochschalten und lieber mal ausrollen lassen, als sofort auf das Bremspedal zu treten. Und an heißen Tagen: Klimaanlage oder offenes Fenster! Vorzugsweise jedoch letzteres.



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