Das Büro-Ekel Stromberg. Cover: Sony Music Entertainment

„Frauen sind wie Zahnbürsten – sie sind wichtig, man sollte sie benutzen…aber man sollte NIE eine einzige zu lange benutzen.“ Für Sprüche wie diesen folgt für Arbeitnehmer meist eine fristlose Kündigung – für den Protagonisten der Comedy-Fernsehserie „Stromberg“ sind sie Alltag.

Der Albtraum jedes Angestellten


Es könnte alles so ruhig und beschaulich zugehen in den Büroräumen der Capitol Versicherung, wäre da nicht der Chef Bernd Stromberg: ein egoistischer und selbstgerechter Macho. Immer wieder wertet er sein Ego mit miesen Äußerungen über Frauen, Ausländer, Behinderte und soziale Randgruppen auf. Kein Wunder: Seine Fachkenntnisse sind beschränkt. Und so benutzt er seine oft kompetenteren Kollegen immer wieder für eigene Profilierungsversuche. Unzählige Male ziehen diese Strombergs Kopf aus der Schlinge, wenn ihrem Vorgesetzten mal wieder Ärger von höherer Stelle aus der Firma droht. Zum Dank müssen sie ständig Strombergs Sprüche und Späße ertragen, über die sie sich oft bei der Unternehmensleitung beschweren. Stromberg kommt jedes Mal ungestraft oder mit einem blauen Auge davon.
 

Christoph Maria Herbst in der Rolle seines Lebens


Die Comedyserie, die als Mockumentary, also als eine Art fiktionaler Dokumentarfilm, konzipiert wurde, parodiert die derzeit im deutschen Fernsehen beliebten Doku-Soaps. Eine Kamera zeigt permanent den Büroalltag in der fiktiven Capitol AG. Dadurch entsteht beim Zuschauer eine unmittelbare Nähe zum anscheinend realen Geschehen.
Dabei brilliert Christoph Maria Herbst in der Rolle des Büro-Ekels Stromberg: Mit seinem beißenden Sarkasmus hat der Protagonist die Lacher immer auf seiner Seite.
 

Serie als Spiegel der Gesellschaft

 

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Gleichzeitig hält Stromberg unserer Gesellschaft immer wieder einen Spiegel vor: Mit seinem politisch zweifelsohne inkorrekten Humor tanzt er aus der Reihe und provoziert. Die vielen Fettnäpfchen, in die Stromberg immer wieder tritt, machen ihn für den Zuschauer zu einer nahbaren, greifbaren Person, quasi zu einem von uns. Neben Stromberg selbst überzeugen aber auch alle anderen Charaktere. Mit ihren Macken und Eigenarten sind sie für den Zuschauer spätestens nach der ersten Staffel unverzichtbarer Bestandteil der Serie geworden.

Arne Feldhusen: „Stromberg“ - Staffeln 1 bis 4
Sony Music Entertainment, Preise variieren

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