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"There is much to do"
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10.03.2010
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Die Konrad-Adenauer-Stiftung ruft zum bundesweiten Internetwettbewerb DenkT@g auf. Bis zum 31. Oktober könnt ihr euch auf einer eigenen Internetseite kreativ mit dem Thema Rechtsextremismus auseinanderzusetzen. »
09.03.2010
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Die Ratgebertelefon- aktion zu Ausbildungs- und Studienfragen läuft weiter. Gemeinsam mit der Bundesregierung bieten euch eine Reihe regionaler Medien ihre Hilfe an. »

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ein Cover
Im Buch lebt der "Club der toten Dichter" wieder auf.

Grafik: Bastei Lübbe

Menschen | 2010 | Februar | Kultur (Nr. 77)

Carpe Diem

Das Buch „Der Club der toten Dichter“ zeigt, wie wunderschön Worte sein können und wie wichtig der Augenblick ist – „Carpe diem!“.

Tradition, Ehre, Disziplin, Leistung. Das ist die Kultur, die das Elite-Internat Walton vermitteln will. In dieser konservativen Umgebung schlagen die Unterrichtsmethoden des neuen Englischlehrers John Keatings ein wie eine Bombe: Er lässt seine Schüler ein literaturwissenschaftliches Essay aus den Büchern reißen. Er lässt sie im Gleichschritt marschieren und klatschen, um die Gefahren der Anpassung zu verdeutlichen. Der passionierte Lehrer will ihnen die Macht von Literatur und Poesie, die Schönheit des Augenblicks, das „carpe diem“ vermitteln.

Poesie in der Höhle

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Todd Anderson und seine Freunde stoßen bei ihren Recherchen über ihren Lehrer auf den „Club der toten Dichter“ – eine geheime Vereinigung, die sich zu Keatings Zeit in einer Höhle getroffen hat. Dort haben sie einander Gedichte vorgelesen und das sinnliche Leben genossen. Die Jungen beschließen, den Club wieder aufleben zu lassen. Dem Leitspruch Keatings „Carpe Diem“ könnte man noch Kants „Sapere Aude“ - Hab Mut, deinen Verstand zu benutzen! - hinzufügen. Die Walton-Schüler emanzipieren sich. Sie beginnen, ihre eigenen Gedanken zu formulieren und ihre eigenen Wege zu gehen. Mit allen Konsequenzen.

Literatur als Weg zu Selbsterkenntnis

Der Klassiker „Der Club der toten Dichter“ ist eine ergreifende Geschichte von gehorsamen Eliteschülern, die mit Hilfe der Literatur zu sich selbst finden und das erwerben, was „Bildung“ und „Kultur“ im weiteren Sinne meint – die Fähigkeit, eigenständig zu denken und zu handeln.
Das schmale Büchlein ist in zwei Stunden gelesen, der Stoff und die Gedichte aber bleiben im Kopf. Ein schönes Buch über die Macht der Worte und das Erwachsenwerden, das aber sprachlich nicht komplett überzeugt. Der Inhalt ist hier das Spannende – das macht die Geschichte trotz literarischer Abstriche lesenswert.

„Der Club der toten Dichter“, N.H. Kleinbaum, Bastei Lübbe, 6,90€

Autor:
Mirjam Eiswirth , ist 18 Jahre und ist neugierig und kreativ
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