Junge Leute achten nicht darauf, was sie kaufen? Frische Melone mitten im Winter? Kein Problem. Dass dieses Klischee so gar nicht stimmt, zeigt das „Ökobaromter 2012“.
Bio ist hip. Vorbei die Zeit, als Bio-Käufer noch als Hippies oder Ökos verschrien waren. Inzwischen kaufen immer mehr Leute Produkte aus kontrolliertem Anbau. Vor allem bei Menschen unter dreißig Jahren sind Bioprodukte sehr beliebt. Das zeigt eine vom Bundeslandwirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie.
Laut „Ökobarometer 2012“ kaufen 71 Prozent der unter 30-Jährigen Bio. Während 16 Prozent häufig bis ausschließlich Lebensmittel mit Bio-Siegel im Einkaufskorb haben, finden sich bei 55 Prozent der 1.006 Befragten zumindest gelegentlich solche Produkte im heimischen Kühlschrank. Diese Quote steigerte sich im Vergleich zum vergangenen Jahr um 16 Prozent. Auch in allen anderen Altersschichten wird Bio immer beliebter.
Verbraucher legen jedoch nicht nur Wert auf den ökologischen Anbau ihrer Lebensmittel, sondern auch von wo diese kommen. 91 Prozent aller Befragten finden Hinweise zum Ursprung von Tomaten, Hühnchen oder Äpfeln hilfreich. Neben dem Bio-Logo wünschen sich 78 Prozent eine Regionalkennzeichnung auf den Produkten. An einer entsprechenden Kennzeichnung werde schon gearbeitet, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner.
Unsern Bio-Einkauf erledigen wir häufig im konventionellen Supermarkt oder im Discounter. Artgerechte Tierhaltung, eine geringe Schadstoffbelastung und die Unterstützung regionaler Betriebe sind die wichtigsten Gründe für einen Einkauf von Bio-Produkten.
Was verspricht das Bio-Siegel? Hier gibt’s weitere Infos dazu und auf der Website von Ökolandbau.de könnt ihr euch die ganze Studie des Ökobarometers anschauen.


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