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„Offen auf Jugendliche zugehen“ – eine Berufsberaterin erzählt
Ein offenes Lächeln, ein fester Händedruck - entspannt begrüßt mich Berufsberaterin Pia Brach in ihrem Büro in der Ulmer Agentur für Arbeit. Ihre Schuhe hat sie ausgezogen. „Die sind noch ganz nass vom Regen“, sagt sie und blickt durch das Fenster in den grauen Himmel. Auf ihrem Schreibtisch stapelt sich dagegen ein buntes Sammelsurium aus Broschüren zum Freiwilligen Sozialen Jahr, zu Berufsinformationstagen und weiterführenden Schulen. Information satt für denjenigen, der nach einem geeigneten Ausbildungsberuf, Studiengang oder der richtigen Weiterbildung sucht.
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Gut fahren braucht Zeit - ein Fahrlehrer erzählt
Ein Männerberuf
Schnell wieder fit - Eine Physiotherapeutin erzählt
Bereits 1985 hat Leyder ihre Ausbildung begonnen. Zu dieser Zeit war der Beruf des Physiotherapeuten noch zweigeteilt. Man konnte entweder eine Ausbildung zum Masseur oder zum Krankengymnasten machen. „Zuerst wollte ich Masseur werden, durch meine Eltern habe ich dann aber vom Profil des Krankengymnasten gehört. Nach einem Besuch im BIZ war ich mir absolut sicher“, erzählt Leyder mit einem Strahlen in den Augen. Weil sie nach der Schule erst 16 Jahre alt war, musste sie noch Praktika einschieben. Für den Beginn der Ausbildung muss man nämlich volljährig sein. „Ich war je ein halbes Jahr im Krankenhaus und in einer Massagepraxis und hab dabei schon einiges gelernt und viel gesehen. Gerade die Vielfalt des Berufs hat mich gereizt.“ »
Ermutigung und Empathie - Eine Familienberaterin
„Man muss viel Zuversicht ausstrahlen. Dann sind Eltern und Kinder auch motivierter, besprochene Schritte umzusetzen“, antwortet die Sozialpädagogin Jeannine Rose auf die Frage, welche Fähigkeiten man als Familienberaterin mitbringen muss. Zuversicht und Empathie, beides kann man sich bei der 35-Jährigen gut vorstellen. Die grün-braunen Augen funkeln beim Sprechen, und fast jeder Satz endet mit einem Lächeln.
In ihrem Büro herrscht eine sympathische Unordnung. Die Handpuppe einer Hexe sitzt in der einen Ecke, und vor dem Schreibtisch steht eine große Puppenstube. Fast könnte man denken, man stünde in einem Kinderzimmer. Dass es hier auch anders zugehen kann, darauf deutet eine Taschentuchbox auf dem kleinen Tisch in der Mitte des Zimmers hin. „Ja, das ist unsere Tempo-Box. Stimmt, vor Konflikten sollte man sich nicht scheuen. Konflikte gehören auch zur täglichen Arbeit.“
"Ich behandle alle Kinder gleich."
Ursula Petersen sitzt in ihrer Pinguingruppe und schält Apfelsinen. In dem hellen Raum essen gerade 20 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren Chili con Carne. Mario guckt missmutig auf seinen Teller. Chili con Carne ist nicht sein Ding. „Iss nur das, was du magst. Aber probieren könntest du es mal, du magst doch sonst auch Tomaten!“, sagt Ursula Petersen, die neben ihm sitzt. Petersen ist ausgebildete Erzieherin in einem evangelischen Integrationskindergarten in Bremen. Und das seit 22 Jahren. »
Die durch den Wald streift
Am Waldrand wächst ein dürrer Strauch mit roten Beeren. Silvia Knöfel zupft daran und sagt: „Hier finden die Vögel auch im Winter Futter“. Die junge Försterin steht breitbeinig im Schnee, auf dem Kopf den grünen Filzhut, um den Oberkörper hat sie sich die Hundeleine gewickelt. Sie sieht die Straße hinunter, runzelt kurz die Stirn - und knickt dann einen Zweig ab, der zu weit hervor ragt. „Damit sich kein Radfahrer was tut“, erklärt sie und streicht eine schwarze Haarsträhne zurück. In ihrem Wald sollen sich alle wohl fühlen.
Ein Landei in Berlin
Altes bewahren
Hier geht es aber eher um ein zärtliches Anpacken, denn die Restauratoren haben es oft mit einmaligen und unwiederbringlichen Objekten zu tun.
„Das Grundziel des Restaurators ist die Bewahrung des kulturellen Erbes für die Nachwelt“, erzählt Laura Resenberg. Das heißt, es geht nicht darum, das jeweilige Objekt wieder schön oder wieder neu zu machen, sondern wirklich ums Bewahren als Grundfunktion des Restaurierens. »
Geschulter Blick für gutes Mehl
Ein riesengroßer Krach lässt sich in der Mühle vernehmen. Erzeugt wird er von mehreren Walzen und Plansichtern – Geräte zur Trennung der Kornbestandteile - , die verschiedene Getreide zu Grieß und Mehl verarbeiten. Während seines Kontrollrundgangs prüft Willy Nonnenmacher in der Mühle ständig die Qualität der Erzeugnisse. Am Plansichter dauert seine Kontrolle nun etwas länger. Er überprüft, ob noch alle Siebe und Bürsten zuverlässig arbeiten. Willy Nonnenmacher ist schon seit vielen Jahren Müllermeister und setzt die Tradition seiner Familie in der dritten Generation fort. Sein Sohn macht gerade den Müllermeister, um in seine Fußstapfen zu treten. »
Zu Risiken und Nebenwirkungen...
In der Apotheke ist weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Dennoch ist laut und deutlich eine Stimme zu hören. Es ist eine Frauenstimme – die von Elke Jackl. In der linken Hand hält die pharmazeutisch-technische Angestellte ein Rezept und mit der rechten tippt sie hektisch auf die vor ihr liegende Tastatur ein. Gekonnt hält sie den zwischen Kopf und Schulter eingeklemmten Telefonhörer, während sie mit einem Blick eilig die Daten auf dem Monitor überfliegt. »
Berufung statt nur Beruf
Schnell kommt er mit seinem Fahrrad um die Ecke gesaust, stoppt und nimmt den Helm ab. Lächelnd wünscht er Passanten einen guten Morgen und wirft sich eilig sein Pfarrgewand über. Es ist Zeit für den allsonntäglichen Gottesdienst. „Aber eigentlich ist mein Alltag von Zufälligkeiten bestimmt, denn nach Plan wird weder geboren noch gestorben“, sagt Martin Irmer, Pfarrer zur Anstellung in der Kleinstadt Neustadt an der Aisch. Er ist 31 Jahre alt, hat eine kleine Tochter und studierte Theologie in Neuendettelsau, Erlangen, Wuppertal – und zwei Semester in Kingston, Jamaica. »


