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Afghanistan-Konferenz startet
Vertreter von rund 60 Staaten und zehn internationalen Organisationen beraten ab heute in London über das weitere Vorgehen in Afghanistan. In ihrer Regierungserklärung forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr Entwicklungshilfe sowie mehr Ausbildung von Soldaten und Polizisten.
In einer Regierungserklärung äußerte sich die Bundeskanzlerin über die Strategie Deutschlands im Afghanistan-Konflikt. Zum bisherigen Einsatz sagte sie: "Es gab manche Fortschritte und zu viele Rückschläge. Die internationale Staatengemeinschaft hat das Ziel ihres Einsatzes noch nicht erreicht.". Auf ein endgültiges Abzugsdatum für die Bundeswehr legte sich die Kanzlerin nicht fest. Sie unterstütze aber das Ziel der Afghanen, bis zum Jahr 2014 für die eigene Sicherheit sorgen zu können.
Die Strategie Deutschlands umfasst mehrere Punkte: Der Fokus liegt auf der Ausbildung der afghanischen Soldaten. Derzeit sind 4.500 Soldaten in Afghanistan. Diese sollen um 500 zusätzliche Kräfte verstärkt werden. Darüber hinaus sollen 350 Soldaten als „flexible Reserve“ zur Verfügung stehen. Zudem soll die Polizeiausbildung gestärkt werden. Dazu wird die Zahl der Ausbilder von 123 auf 200 erhöht.
Die Mittel für den zivilen Aufbau im Land werden fast verdoppelt. Bis 2013 fließen jährlich 430 Millionen Euro in neue Straßen, Schulen und andere Projekte. Zudem ist Deutschland bereit, fünf Jahre lang jährlich 10 Millionen Euro in einen internationalen Fonds einzuzahlen. Dieses Geld soll regierungsfeindlichen Kämpfern, die ihre Waffen niederlegen, helfen, wieder ein normales Leben aufzunehmen.
Deutschland wird bei der Konferenz von Außenminister Guido Westerwelle vertreten. An der Konferenz nehmen auch Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon und der afghanische Präsident Hamid Karzai teil.










