Jedes Telefon konnte abgehört werden. Das hätte Svea am meisten gestört. Foto: Frank Grätz

Svea, 22, aus Coswig sagt ihre Meinung gerne gerade heraus und ist froh darüber, dass es im Gegensatz zur DDR heute auch erlaubt ist. Was sie sonst noch darüber denkt, lest ihr hier:

Alles begann ja mit dem 2. Weltkrieg unter Hitler. Deutschland hat diesen Krieg verloren und die Regierungsgewalt übernahmen nun die Alliierten, also Russland, USA, Frankreich und England. Von ihnen wurde Deutschland dann in vier Teile, die Besatzungszonen, aufgeteilt. Jedoch hatten die Alliierten unterschiedliche Ansichten von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. So kam es bald auch zu einer wirtschaftlichen Teilung Deutschlands und zum kalten Krieg auf politischer Ebene.

Das Thema war bei mir in der 13. Klasse ein Schwerpunkt, also habe ich mich schon einige Zeit im Unterricht damit beschäftigt. Die Mauer, Honecker, Stasi, Montags-Demos, Urlaubssperre, Fluchtversuche ...Zur DDR fallen mir auch heute noch ganz viele Begriffe auf einmal ein.

Gut und Böse

Es ist immer schwer von außen zu urteilen, was damals gut und was schlecht war. Wir sehen das „Gute“ und das „Böse“, aber ich denke, dass die, die mit der DDR aufgewachsen sind, gar nicht so viel vom „Bösen“ mitbekommen haben. Meine Mutter meinte immer, dass das Schulsystem besser war als das von heute. Das Arbeitsplatzsystem damals war vielleicht auch einfacher und bestimmt wäre es toll, wenn man auch heute noch etwas mehr Sicherheit für die Zukunft hätte. Aber ich weiß nicht, ob ich 60 Jahre lang in ein und demselben „Trott“ arbeiten könnte. Da ich sowieso kein Freund von Fragen der Zukunft bin, lass ich mich doch eher „geplant überraschen“.

Noch mehr Meinungen zur DDR?

Hier findet ihr die von Holm aus Hamburg, Anja aus Neustadt und Andi aus München.

Was sicher nicht gut war: die Stasi, das Heimliche, diese ganzen Verbote ... eben die „Klischees“ an der DDR. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, in solch einem Staat leben zu wollen. Alleine der Gedanke, dass ich immer aufpassen müsste, wem ich wie und wann meine Meinung sagen kann... Ich hätte da zu niemandem Vertrauen. Auch nach dem, was ich bei einem Besuch im Stasi-Gefängnis in Berlin Hohenschönhausen alles gehört und gesehen hab. Ich kann nur sagen, dass es schon schlimm ist, wie manchmal die Menschen miteinander umgehen mussten, nur um den Schein zu wahren und der Stasi nicht aufzufallen.

Trotzdem finde ich es gut, dass diese Zeit heute noch im Unterricht behandelt wird, da es wichtig ist, daraus zu lernen und nicht wieder die selben Fehler zu machen.

Kommentare

Ich denke, dass wir die Geschichte kennen sollte, um Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, müssen wir die Geschichte zu verstehen und nehmen Sie etwas für sich selbst aus dem Spiel.

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