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Wir wissen, wie man feiert!
Ob eine große Party auf einem alten Zechengelände, ein lauschiges Konzert in einem Kulturhaus oder eine Party in einem der großen und kleinen Clubs: Das Nachtleben hier hat einiges zu bieten. Neben der „Loveparade“, die seit 2007 für einen Zeitraum von fünf Jahren ins Ruhrgebiet gezogen ist und jährlich Millionen Tanzwütige in die Gegend lockt, fiebern meine Freunde und ich jedes Jahr dem „Bochum-Total“ entgegen, einem bunt gemischten Fest mit viel Musik, Bier und natürlich schrägen Leuten aus der Umgebung.
Prösterken!
Zu vielen Tageszeiten sieht man Pils und Alt trinkende Menschen durch die Straßen flanieren oder in unzähligen Gaststätten, Kneipen und Bierlokalen handgebraute Bierspezialitäten genießen. Und da Bier und Fußball für manchen Fan Hand in Hand gehen, wird auch auf Schalke das ein oder andere Bierchen an einem sonnigen Fußballtag gezischt.
Koks und Kohle als Kulturgut
Insgesamt soll es im Ruhrpott etwa 3.200 einzelne Zechen gegeben haben. Seit Beginn der Kohlekrise in den 60er Jahren befindet sich das Ruhrgebiet im Strukturwandel. 2009 gab es im Ruhrgebiet nur noch vier fördernde Bergwerke. Heutzutage kann man seine Wäsche also wieder beruhigt draußen aufhängen, ohne Angst vor gelb verfärbten Laken haben zu müssen- eine Erfahrung, die meine Uroma noch machen musste.
Einige ehemalige Zechengelände, wie die Zeche Zollverein, werden mittlerweile als Veranstaltungsort für kulturelle Ereignisse genutzt.
Wo Krupp auf Kandinsky trifft
Die pompöse Villa liegt in Essen-Bredeney und ist das ehemalige Wohnhaus der Industriellen-Familie Krupp. Seit 1953 finden dort regelmäßig Kunstausstellungen von internationalen Künstlern statt. Aber auch kulturelle Erbstücke, wie die Schätze tibetischer Klöster, konnte ich dort bereits zu angemessenen Eintrittspreisen bestaunen. Auch außerhalb der Ausstellungszeiten kann man die historischen Wohnräume der Familie Krupp inklusive riesiger Bibliothek, den weitläufigen Park und die historische Ausstellung Krupp besichtigen.
Aber auch rund um die Städte des Ruhrgebiets wird einiges an Bau- und Lichtkunst geboten, wie zum Beispiel beim internationalen Lichtkunstfestival „Ruhrlights“.
Der Nabel von NRW
Essen liegt im Zentrum des Ruhrgebiets und größtenteils nördlich der Ruhr. Dank einer wirklich tollen Infrastruktur ist es normal, von dort aus mal eben einen Abstecher zum Shoppen in die Bochumer Kortumstraße zu machen, anschließend den Movie Park in Bottrop zu besuchen und sich abends in Oberhausen beim „Tanz der Vampire“ zu gruseln. Also: Immer genug Geld für Bus und Bahn dabei haben!
„Hömma, mama nomma paar Pilskes feddich.“
Um am Wochenende auf Schalke oder beim Stammtisch in der Kneipe auch als Nicht-Ruhri mitreden zu können, muss man nur ein paar simple Regeln beachten. Prinzipiell legt der Ruhrpottler wenig Wert auf grammatikalische Richtigkeit. Gern werden auch Wörter verkürzt. So kommt man in der Pommesbude schneller an die Currywurst: „Mamma eima Pommes-Currywurst mit alles“
Die Buchstaben „s“ in den Wörtern „was“ und „das“ sowie ihren Varianten werden außerdem durch ein „t“ ersetzt: „Wat willst du?“ Und der Akkusativ wird als Hervorhebung benutzt „Der Mannie isn ganz Lieben“
Essen und das Ruhrgebiet - Kulturhauptstadt 2010
Altes bewahren
Hier geht es aber eher um ein zärtliches Anpacken, denn die Restauratoren haben es oft mit einmaligen und unwiederbringlichen Objekten zu tun.
„Das Grundziel des Restaurators ist die Bewahrung des kulturellen Erbes für die Nachwelt“, erzählt Laura Resenberg. Das heißt, es geht nicht darum, das jeweilige Objekt wieder schön oder wieder neu zu machen, sondern wirklich ums Bewahren als Grundfunktion des Restaurierens. »



